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Das Karl-Bischoff-Archiv

Kustos: Prof. Dr. Gerhard Kettmann

Prof. Dr. Karl Bischoff (1905 – 1983)

Prof. Dr. Karl Bischoff

Prof. Dr. Karl Bischoff

Prof. Dr. Karl Bischoff

Prof. Dr. Karl Bischoff wurde am 19.05.1905 in Aken an der Elbe geboren. Er besuchte die Volksschule in Aken und die Oberrealschule in Köthen, wo er 1925 das Abitur ablegte. Danach studierte er in Leipzig, Tübingen und Marburg Germanistik, Geschichte und Volkskunde. Im Jahre 1930 promovierte Karl Bischoff bei Ferdinand Wrede zum Thema „Studien zur Dialektgeographie der Kreise Calbe (Saale) und Zerbst (Anhalt)“.

In den folgenden Jahren war Bischoff in verschiedenen Orten der Provinz Sachsen, so z. B. in Halberstadt und Magdeburg, als Lehrer tätig. Seine Verbundenheit mit der heimatlichen Mundart bewog ihn, sich intensiv um die Erstellung eines Wörterbuchs für die Provinz Sachsen und Anhalt zu bemühen. 1935 wurde er von Ferdinand Wrede vom Deutschen Sprachatlas (Marburg) mit der Schaffung eines Wörterbuchs für den niederdeutschen Teil der Provinz Sachsen beauftragt (Mittelelbisches Wörterbuch). 1936 begann er neben seiner Lehrtätigkeit mit der Materialsammlung für das Wörterbuch. 1943 habilitierte sich Karl Bischoff bei Georg Baesecke zum Thema „Zur Sprache des Sachsenspiegels von Eike von Repgow“. Seit dieser Zeit war Bischoff zunächst nebenamtlich Dozent in Halle. Von 1948 bis 1951 war er Professor mit Lehrauftrag an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wo er 1951 als Nachfolger Baeseckes Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Philologie wurde. Zunehmende Eingriffe staatlicher Stellen der DDR in die Belange von Lehre und Forschung, veranlassten Prof. Bischoff, im Dezember 1958 mit seiner Familie das Land zu verlassen. Von 1959 bis zu seiner Emeritierung 1970 war Karl Bischoff ordentlicher Professor auf dem Lehrstuhl für Deutsche Philologie und Volkskunde der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Karl Bischoff war Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, der Göttinger Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz sowie der Academie voor Taal- en Letterkunde in Gent.

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