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WiSe 2018/19

(S) Der Brief, Geschichte, Gattung, Edition (Blockseminar)
In Kooperation mit den Historischen Sammlungen der ULB Halle

Module:
B.A./LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart]
B.A.: Angewandte Literaturwissenschaft
Master KdA: Literatur und Ästhetik II)

IZEA, Thomasius-Zimmer

max. Teilnehmerzahl: 15

Vorbesprechung: 12.10.2018, 10-12:00 Uhr (IZEA, Thomasius-Zimmer)

Weitere Termine
22.11./23.11.2018: 10:00-16:00 (IZEA, Thomasius-Zimmer)
17./18.1.2019: 10:00 - 16:00 (Studiensaal der Historischen Sammlungen)

Die Briefforschung hat in den letzten Jahren eine breite Konjunktur und Popularität erlebt. Die Systematik, Historik, Materialität und Epistemologie des Briefes standen dabei ebenso im Mittelpunkt des Interesses wie bestimmte Autoren und Epochen. Galten Briefe, insbesondere Privatbriefe, lange Zeit als bloße Gebrauchstexte, so werden sie heute als Ideen- und Wissensspeicher, Materialreservoir und zunehmend als über das rein biographische Ego-Dokument hinausgehende eigenständige Medien, in denen sich erkenntnistheoretische und literaturhistorische Diskurse widerspiegeln, wahrgenommen. Die Einsicht, dass der Schriftsteller- bzw. Gelehrtenbrief elementarer Bestandteil eines Werkes ist, hat sich mittlerweile in großen Teilen der wissenschaftlichen Community durchgesetzt.

Im Seminar wollen wir uns dem ‚Phänomen‘ Brief aus historischer, theoretischer und philologischer Perspektive nähern. Ausgehend von der ‚Blütezeit‘ des Briefes in der Mitte des 18. Jahrhunderts bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein sollen uns zudem gattungsspezifische Fragestellungen ebenso wie editorische Aspekte beschäftigen. Wie erforscht und ediert man Briefe im digitalen Zeitalter?

Der Praxisteil des Seminars ist der Arbeit mit Archivalien und Handschriften aus den Historischen Sammlungen der ULB Halle gewidmet. Das Seminar wird von einem Abendvortrag am 17.1.2019 von Prof. Dr. Jochen Strobel (Universität Marburg), Herausgeber des für 2019 geplanten „Handbuch Brief“, begleitet.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Studierende begrenzt.

Um Anmeldung wird gebeten unter:

Teilnahmevoraussetzung: Übernahme eines Impulsreferats, Bereitschaft zur Lektüre historischer Handschriften und Textkorpora.

Zur Einführung wird empfohlen: Reinhard M.G. Nikisch: Brief. Stuttgart 1991 (Sammlung Metzler); Jochen Strobel, Jörg Schuster (Hg.): Briefkultur – Texte und Interpretationen von Martin Luther bis Thomas Bernhard. Boston/Berlin 2014; Anne Bohnenkamp, Waltraud Wiethölter (Hg.): Der Brief: Ereignis und Objekt. Basel 2008.

Ein Reader mit den relevanten Texten und ausgewählter Forschungsliteratur wird (elektronisch) bereitgestellt.

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