Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Frühere Lehrveranstaltungen

(S) Pflanzen, Blüten, Früchte in der Literatur Mo., 14-16 Uhr, IZEA, Christian-Thomasius-Zimmer

Teilnehmer: 15
Module:
Themen, Stoffe und Motive (BA/LA)
Angewandte Literaturwissenschaft (BA/LA)
Literatur und Ästhetik II (MA Kulturen der Aufklärung)
Wissen und Wissenstransfer seit dem 18. Jahrhundert (MA)

Pflanzen, Blüten und Früchte gehören zu den Grundmotiven  literarischer Kommunikation – als Metapher, Attribut, emotionale  Reflexionsfläche, Wissensgegenstand oder einfach als naturkundliches  Objekt. Erinnert sei hier nur an Goethes „Metamorphose der Pflanzen“,  Herders „An die Bäume im Winter“, Heinrich Heines „Mondscheintrunkene  Lindenblüten“, Theodor Storms „Hyazinthen“, Oskar Loerkes „Der  Silberdistelwald“ oder Gertrud Kolmars „Bild der Rose“ – Texte, in denen  sich die epochenübergreifende und zugleich verschiedene Beschäftigung  mit der Thematik zeigt und die durch zahllose weitere Beispiele ergänzt  werden könnten.

Im Seminar wollen wir  anhand von Textbeispielen von der Frühaufklärung bis in die Gegenwartsliteratur den botanisch-literarischen  Konstellationen verschiedener Epochen nachspüren. Dabei werden wir uns  im Spannungsfeld zwischen literatur- und naturge­schichtlichen Diskursen  und Fragestellungen bewegen.

Das Seminar wird von einer Blockveranstaltung begleitet. Geplant ist  ein zweitägiger Workshop, der in Kooperation mit der „Stiftung Fürst-Pückler-Park“ im Muskauer Park stattfinden wird. Zudem soll es im Rahmen der Tagung „Botanik und Ästhetik“ (14.-16.09.2017  in Halle) eine szenische Lesung im Botanischen Garten geben, die  maßgeblich von den Seminarteilnehmer*innen organisiert und durchgeführt  wird.

Voraussetzungen sind die Übernahme eines Impulsreferates sowie die Bereitschaft zur Teilnahme an Workshop und szenischer Lesung.

Ein Reader mit den relevanten Seminartexten wird bereitgestellt. Die  Teilnahme ist auf 15 Studierende begrenzt. Es wird um persönliche  Anmeldung gebeten unter: .

Zur Einführung wird empfohlen: Floriographie. Die  Sprache der Blumen. Hrsg. v. Isabel Kranz, Alexander Schwan, Eike  Wittrock. München 2016; Benjamin Bühler, Stefan Rieger: Das Wuchern der  Pflanzen. Ein Florilegium des Wissens. Frankfurt am Main 2009.

SoSe 2017

SoSe 2016

(S) Gartenliteratur (mo 14-16)
IZEA, Christian-Thomasius-Zimmer
Beginn: 11.4.2016
Teilnehmer: 12
Module:
BA/LA: Themen, Stoffe und Motive
BA/LA: Angewandte Literaturwissenschaft
MA Kulturen der Aufklärung: Literatur und Ästhetik II

Beschreibungen von Gärten gibt es seit der Antike. Eine tatsächliche ‚Literarisierung‘ von Gärten setzt jedoch erst im 18. Jahrhundert, dem  Zeitalter der ‚Gartenrevolution‘, ein. In keiner anderen Epoche hat die Gartenkunst einen so radikalen (und literarisch begleiteten) Wandel erfahren, wie in der Zeit der Aufklärung. Im Seminar wollen wir uns mit Beschreibungen von Gärten in der Reiseliteratur, im Feuilleton, in der  Lyrik und in Briefwechseln sowie mit botanischen Abhandlungen und gartentheoretischen Schriften des 18. und frühen 19. Jahrhunderts  beschäftigen. Im Mittelpunkt soll dabei die Untersuchung des Gartens als Spiegel und Reflexionsfläche (wirkungs-) ästhetischer, anthropologischer und politischer Ideen und Konzepte sowie die Wechselbeziehung zwischen Landschaftsgestaltung, Landschaftswahrnehmung und Literatur stehen.

Das Seminar wird von zwei Blockveranstaltungen begleitet. Geplant sind eine eintägige Exkursion in den Wörlitzer Park und ein zweitägiger  Workshop, der in Kooperation mit der „Stiftung Fürst-Pückler-Bad Muskau“ im Muskauer Park stattfinden wird.

Voraussetzungen sind Kenntnisse in der Literatur und Kulturgeschichte  der Aufklärung, die Übernahme eines Impulsreferates sowie die  Bereitschaft zur intensiven und umfangreichen Lektüre historischer Textcorpora.

Ein Reader mit einer Auswahl der relevanten Seminartexte wird  bereitgestellt. Die Teilnahme ist auf 12 Studierende begrenzt. Es wird um persönliche Anmeldung gebeten unter: .

Zur Einführung wird empfohlen: Michael Gamper: „Die Natur ist republikanisch“. Zu den ästhetischen, anthropologischen und politischen Konzepten der deutschen Gartenliteratur im 18. Jahrhundert. Würzburg  1998; Valentin Hammerschmidt und Joachim Wilke: Die Entdeckung der Landschaft – Englische Gärten des 18. Jahrhunderts. Stuttgart 1990; Hans von Trotha: Gartenkunst. Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies.  Berlin 2012.

WiSe 2015/16

(S) Schriftstellerinnen der Romantik (mi 14-16)
Seminarraum 16 (Raum E.11) [LuWu 2]
Modul B.A./LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart]
Modul B.A./LA:Literaturgeschichte 17. bis 19. Jahrhundert (alte Ordnung)

Autorinnen wie Bettine von Arnim, Karoline von Günderrode, Rahel Levin Varnhagen, Dorothea Schlegel, Henriette Herz, Caroline von Wolzogen, Sophie Mereau und Caroline de la Motte Fouqué prägten die literarischen Diskurse und das literarische Leben der Romantik nachhaltig. Ihre Romane, Erzählungen, Lyrik, historiographischen Skizzen, dramatischen Entwürfe und insbesondere ihre Briefe offenbaren ein breites Spektrum an Darstellungs-, Ausdrucks- und Publikationsformen. Diese möchten wir anhand ausgewählter Textbeispiele im Seminar analysieren und diskutieren. Weibliche Autorschaft soll im literaturhistorischen Kontext und in medientheoretischer Perspektive untersucht werden. Zugleich wollen wir auf zentrale Fragestellungen der Romantik-Forschung, insbesondere auf die Themen Geschlecht, Freundschaft, Geselligkeit und epistolare Vernetzung eingehen. Berücksichtigung findet darüber hinaus die Wirkung romantischer Schriftstellerinnen in Texten von Hannah Arendt, Ingeborg Drewitz, Christa Wolf und Hans Magnus Enzensberger.

Teilnahmevoraussetzung ist die Übernahme eines Impulsreferates oder die Moderation einer Textdiskussion.

Textgrundlagen sind: Bettine von Arnim: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde. Hg v. Wolfgang Bunzel, Frankfurt/M. 2008  und Die Günderrode. Hg. v. Walter Schmitz, Frankfurt/M. 2006; Karoline von Günderrode: Gedichte, Prosa, Briefe. Hg. v. Hannelore Schlaffer. Stuttgart 1998; Dorothea Schlegel: Florentin. Hg. v. Wolfgang Nehring. Stuttgart 1993; Caroline de la Motte Fouqué [Pseud. Serena]: Drei Mährchen. Berlin 1806; Rahel Varnhagen: Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde. Hg. v. Barbara Hahn, Göttingen 2011 (in Auszügen);  Hanna Arendt: Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik. München 1959; Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends. Berlin 1979;  Ingeborg Drewitz: Bettine von Arnim. Köln 1969; Hans Magnus Enzensberger: Requiem für eine romantische Frau. Berlin 1988.

Empfohlene Literatur (eine ausführliche Bibliographie wird in den ersten Sitzungen bereitgestellt): Barbara Becker-Cantarino: Schriftstellerinnen der Romantik: Epoche – Werk – Wirkung. München 2000; Wolfgang Bunzel: Romantik: Epoche – Autoren – Werke. Darmstadt 2010;  Barbara Hahn, Unter falschem Namen. Von der schwierigen Autorschaft der Frauen. Frankfurt/M. 1991.

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