Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Germanistisches Institut

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SoSe 2018

Do., 18-19 Uhr, LuWu2, Raum 1.02

und nach Vereinbarung.

Um eine vorherige Benachrichtigung per E-Mail wird gebeten.

SoSe 2018

(S) Intertextualität. Theorien und Fallbeispiele

Do., 16-18 Uhr, Ludwig-Wucherer-Str. 2, Raum 21

Module:
Literatur und Gattungstheorie (BA/LA)
Literaturtheorie (BA/LA)

max. Teiln. 30

Dass die Literatur sich stets aus schon präexistenten Texten und Diskursen speist, ist keine neue Ent­deckung. Jeder kennt Autoren oder Werke, die mit Zitaten, Anspielungen, ernsthaften oder parodistischen Wiederaufnahmen bzw. Abwandlungen früherer Texte spielen. All diese Phänomene können durch in der Literaturwissenschaft seit den sechziger Jahren des 20. Jahr­hunderts entwickelte Konzepte allerdings näher eingegrenzt und präziser analysiert werden. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Theorieentwürfe, die sich mit der sog. Intertextualität beschäftigen. In dem in diesem Sommersemester angebotenen Seminar wollen wir uns aus diesem Grund mit verschiedenen Inter­textualitäts­theorien beschäftigen, gleichzeitig aber auch überlegen, inwiefern diese Theorien für unsere praktische Arbeit mit literarischen Werken frucht­bar gemacht werden können. Wir werden uns deshalb abwechselnd mit theoretischen Texten und mit Romanen und Gedichten des 19., 20. und 21. Jahrhunderts aus­einandersetzen. Auf dem literaturtheoretischen Feld werden wir uns insbesondere auf Arbeiten von Michail Bachtin, Roland Barthes, Gérard Genette und Manfred Pfister stützen; parallel dazu wollen wir u.a. einen Roman Fontanes, Frau Jenny Treibel (1892) sowie ein zeitgenössisches (postmodernes?) Werk, Klaus Modicks Konzert ohne Dichter (2015) lesen.

Teilnahmevoraussetzung:

  1. Wille zur aktiven Teilnahme und Bereitschaft, sich ernsthaft mit literaturtheoretischen Texten auseinanderzusetzen.
  2. Lektüre der im Seminar behandelten Werke und Textauszüge. In der Mitte des Semesters wird ein Lektüretest organisiert werden, um sicherzustellen, dass alle Studierenden sich den Lesestoff angeeignet haben und an den Diskussionen im Seminar teilnehmen können.
  3. Übernahme eines Impulsreferates (Studienleistung).

Pflicht ist die Anschaffung und Lektüre folgender Werke:

Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel. Stuttgart: Reclam, 1986 (ISBN: 978-3150076354)

Klaus Modick:  Konzert ohne Dichter. Roman. Köln: Kiepenheuer und Witsch, 2016 (KiWi Taschenbuch, ISBN: 978-3462049909)

Gérard Genette: Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1993. (ISBN: 3-518-11683-5)

(S) Deutsche historische Dramen des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jhds.
Goethe, Schiller, Grabbe & Büchner

FR., 12-14 Uhr, Ludwig-Wucherer-Str. 2, Raum 22

Module:
Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart]) (BA/LA)
Literaturgeschichte 17. bis 19. Jahrhundert(alte Ordn.) (BA/LA)
Themen, Stoffe, Motive (BA/LA)

max. Teiln. 30

Dass eine Reihe von bedeutenden historischen Dramen in Deutschland gerade in der historisch bewegten Zeit zwischen 1760 und 1840  entsteht, dürfte nicht dem Zufall geschuldet sein, geht es doch in Geschichtsdramen u.a. darum, angesichts einer sich rapide wandelnden Welt die Geschichte neu zu bewerten und zu einer genauen Bestimmung  seiner eigenen (geschichtlichen) Position  zu kommen. In dem Seminar wollen wir einige historische Dramen der klassischen und nachklassischen Periode der deutschen Literatur lesen und analysieren: Goethes Egmont (1787), Schillers Maria Stuart (1800), Grabbes Napoleon oder Die hundert Tage (1831) und Büchners Dantons Tod (1835). Dabei wollen wir uns an einigen Leitfragen orientieren: Wie kann aus der Geschichte ein dramatischer Stoff gewonnen werden? Wie und aus welcher Perspektive wird die Geschichte auf der Bühne dargestellt? welches sind die wichtigsten Motive der hier analysierten historischen Dramen? wird die Geschichte als ein sinnvoller oder gar vernunftgeleiteter Ablauf dargestellt? wer sind die Träger der historischen Entwicklung? bringt die Geschichte heldenhafte Protagonisten hervor? und inwiefern sind die in den hier studierten Theaterstücken entwickelten Geschichtsbilder noch für uns relevant?

Teilnahmevoraussetzung:

1. Übernahme eines Impulsreferates (Studienleistung).

2. Lektüre der im Seminar behandelten Werke und Textauszüge. In der Mitte des Semesters wird ein Lektüretest organisiert werden, um sicherzustellen, dass alle Studierenden sich den Lesestoff angeeignet haben und an den Diskussionen im Seminar teilnehmen können.

Pflicht ist die Anschaffung und Lektüre folgender Werke:

Johann Wolfgang Goethe: Egmont. Stuttgart: Reclam, 2005 (ISBN: 978-3150000755).

Friedrich Schiller: Maria Stuart. Stuttgart: Reclam, 2001 (ISBN: 978-3150000649).

Christian Dietrich Grabbe: Napoleon oder die hundert Tage. Stuttgart: Reclam, 1986 (ISBN: 978-3150002582).

Georg Büchner: Dantons Tod. Stuttgart: Reclam, 1986 (ISBN 978-3150060605).

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