Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Germanistisches Institut

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Dr. Christiane Holm

Forschungsschwerpunkte

Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte 18. bis 20. Jhdt.

• Dingkulturen

• Gartenkunst und Interieur

• Gedächtnis und Erinnerung

• Geschlechterkonzeptionen

Sprechzeiten

Sprechzeit im WiSe 2017/18

montags von 18-19 Uhr

jeweils im GSZ, LuWu 2, 1. OG,  Raum 1.07.0

Aufsätze in Neuerscheinungen

Goethes Arbeitszimmer. Überlegungen zur Diskursivierung des Dichterhauses um 1800.

In: Die Werkstatt des Dichters. Imaginationsräume literarischer Produktion. Hg. v. Klaus Kastberger. 2017. S. 47-64.

Die „Werkstatt des Dichters" ist ein zentraler Imaginationsraum von Literatur. Goethes Arbeitszimmer ist bis heute eines der beliebtesten Postkartenmotive aus Weimar. Woher aber kommt dieses anhaltende Interesse an den Arbeitsräumen von Autorinnen und Autoren? Was stellen wir uns vor, wenn wir uns in diese Räume hineinversetzen? Auf der Basis welchen Inventars wurde der Vorstellungsraum konstruiert und welchen methodologischen Nutzen hat er? Macht es Sinn, von einer Archivszene der Interpretation zu sprechen, in ähnlicher Weise, in der Michel Foucault von einer Bibliotheksszene der Literatur gesprochen hat? In welchem Verhältnis stehen die imaginären Räume der Produktion zu real erfahrbaren Produktionsweisen von Literatur? Inwieweit reflektieren Autorinnen und Autoren selbst auf diesen Hintergrund und machen

Nachlassbewusstsein

Nachlassbewusstsein

Raumordnungen des Nachlasses. Das "litterarische  Archiv" in Goethes Wohnhaus.

In: Nachlassbewusstsein. Archiv, Literatur,  Philologie 1750-2000. Hg. v. Kai Sina u. Carlos Spoerhase. Göttingen 2016 (marbacher schriften. neue folge Bd. 13). S. 132-154.

Heute ist der »Schriftstellernachlass« ein ebenso erstrangiger wie selbstverständlicher Untersuchungsgegenstand der Literaturwissenschaft. Eben diese Selbstverständlichkeit aber täuscht darüber hinweg, wie höchst voraussetzungsreich dieses Gebilde in historischer Hinsicht eigentlich ist. Um eben jene Voraussetzungen geht es in diesem Buch. Die in ihm versammelten Aufsätze erkunden erstmals die übergreifenden Strukturen der philologischen und poetischen Wirkmacht des schriftstellerischen Nachlasswesens. Innerhalb dieses globalen Fragehorizonts steht die spezifisch literaturwissenschaftliche Problemstellung im Fokus, wie Schriftsteller seit ungefähr 1750 auf die sich verändernde Situation im Umgang mit literarischen Nachlässen reagieren: Schlägt sich die Etablierung und Transformation des Nachlasswesens in poetischen Prozessen nieder? Verändert sich auch die literaturkritische und philologische Kommunikation über literarische Werke im Zuge dieser Entwicklung?

Winckelmann_Moderne Antike

Winckelmann_Moderne Antike

Katalogartikel zu Pettrich, Burson, Lawick/Müller.

In: Winckelmann. Moderne Antike. Hg.v. Wolfgang Holler, Elisabeth Décultot, Martin Dönike, Claudia Keller, Thorsten Valk, Bettina Werche. München 2016.

Winckelmann wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Weg führte ihn über Halle, Jena und Dresden nach Italien, wo er im päpstlichen Rom zu einer internationalen Berühmtheit wurde. Winckelmann war vieles: ein schwärmerischer Visionär, ein gelehrter Enthusiast und ein geistiger Abenteurer, der für seinen Lebenstraum alles auf eine Karte setzte. Nicht zuletzt sein gewaltsamer Tod, der auf Goethe und andere Zeitgenossen wie ein »Donnerschlag« wirkte, ließ ihn binnen weniger Jahre zu einem in ganz Europa verehrten Klassiker aufsteigen. Als einflussreicher Forscher, Schriftsteller und Kritiker hat Winckelmann unseren Blick auf die Antike wesentlich geprägt, wie das reich bebilderte Grundlagenwerk anschaulich vor Augen führt.

Thomas Bremer (Hg.) Materialitätsdiskurse der Aufklärung

Thomas Bremer (Hg.) Materialitätsdiskurse der Aufklärung

Intimität als Medienereignis. Die Briefe von den Herren Gleim und Jacobi und ihre Öffentlichkeiten.

In: Materialitätsdiskurse der Aufklärung. Bücher, Dinge, Praxen. Hg. v. Thomas Bremer. Halle an der Saale 2016. S. 67-80.

Die Diskussion um die Materialität von Literatur und Wissen hat in den  letzten Jahren auch im Blick auf das 18. Jahrhundert und die Aufklärung  an Gewicht gewonnen. Drei Bereiche lassen sich dabei unterscheiden: die  Materialität von Büchern (z.B. ihre Ausstattung, die Art des Druckes,  ihr Format, die Qualität der Illustrationen), die Materialität von  Gegenständen im Bereich der aufklärerischen Wissensproduktion (z.B. die  Objekte der Antike, aber auch von zeitgenössischen Reisen), sowie die  Formen einer inszenierten Materialität, häufig gekoppelt an Ordnungs-  und Moralvorstellungen und in realen Räumen ebenso wie in fiktionalen  Texten. Die zwölf Fallstudien des vorliegenden Bandes analysieren  Beispiele aus allen drei Bereichen, von der Materialität von Büchern der  Gelehrten- wie der Populärkultur (Schreiblern-Fibeln, Bauernkalender,  Handwerkerautobiographien) über die Rolle von Expeditionszeugnissen im  akademischen Unterricht bis zu Formen realer und imaginierter  Materialität im „papierenen Zeitalter“

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