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Oliver Lubrich (Universität Bern): Reisen in die DDR

Vortrag und Diskussion, Literaturhaus Halle, 14. Januar 2026, 19 Uhr

Die DDR ist nicht nur das Subjekt einer eigenen, sondern auch das Objekt einer internationalen Literatur. Zahlreiche Autoren und Autorinnen haben Reisen in die DDR geschildert und die ostdeutsche Diktatur mit fremdem Blick beschrieben: etwa Peter Schneider, Franz Xaver Kroetz und Martin Walser (BRD), Max Frisch (Schweiz), John Le Carré und Frederick Forsyth (England), Jonathan Franzen (USA), Carlos Cerda und Roberto Ampuero (Chile), Juan Villoro (Mexiko), Chico Buarque (Brasilien), Nedim Gürsel und Emine Sevgi Özdamar (Türkei). Was haben sie kritisch wahrgenommen? Was fanden sie faszinierend? Und welche Sprache haben sie gefunden, um ihre Beobachtungen darzustellen? Wie wird die DDR jeweils für sich erkundet? Und inwiefern steht sie zugleich für etwas anderes? Auch die Erinnerungen von Musikern, Politikern, Diplomaten und Korrespondenten können dabei berücksichtigt werden. Der Vortrag eröffnet ein neues Forschungsfeld – und fragt, warum es, dreieinhalb Jahrzehnte nach dem Ende der DDR, noch immer ein neues ist.

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