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Parerga und Paratexte - Wie Dinge zur Sprache kommen. Praktiken und Präsentationsformen in Goethes Sammlungen.

Über das Projekt

(c) KSW

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Wie kommen Dinge zur Sprache? Auf welche Weise lassen sie sich ansprechen, werden aussagekräftig oder sprechen gar selbst? Diese Fragen untersucht das BMBF-Projekt „Die Sprache der Objekte". In der aktuellen kulturwissenschaftlichen Diskussion dieser Fragen dominieren zwei Ansätze: Entweder werden Dinge als Bedeutungsträger und somit als Zeichen eines übergeordneten Sprachsystems aufgefasst oder ihnen wird der Status von sprachmächtigen Akteuren zugewiesen. Das Projekt zu Goethes Sammlungen problematisiert diese beiden Ansätze und sucht zugleich nach einer dritten Position. Deren Ausgangspunkt ist Goethes Konzeption eines „Gesprächs mit den Dingen", das eine Subjekt-Objekt-Dichotomie in Frage stellt.
Es ist ein kulturgeschichtlicher Glücksfall, dass sich in Goethes umfangreichen Kollektionen nicht nur die Objekte selbst, sondern ebenso Sammlungsmöbel, Sockel, Vitrinen, Objektbeschriftungen, Etiketten u.a.m. erhalten konnten. Der außergewöhnliche Bestand dieses ›Beiwerks‹, der Parerga und Paratexte geriet bisher kaum in das Blickfeld der Forschung,  doch gerade anhand der Zusammenschau der materiellen Belege mit archivalischen Quellen und autobiographischen Texten Goethes lassen sich konkrete historische Sammlungspraktiken rekonstruieren. Das Projekt untersucht daher in vier Fallstudien parergonale Rahmungen von Sammlungsstücken, paratextuelle Zurichtungen von Dingen, epistemische Möbel sowie die Präsentationsformen der geowissenschaftlichen Sammlung Goethes.

Projektrahmen

Kooperation

Ein Verbundprojekt der Klassik Stiftung Weimar   , der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg   , der Universität Bielefeld    und der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Förderung

Durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des BMBF - Projekts "Die Sprache der Objekte"   .

Laufzeit2015-2018

Über das Teilprojekt

Epistemische Möbel. Wahrnehmungs- und Erkenntniseinrichtungen in Goethes Sammlungen

Im Zentrum der Fallstudie am Standort Halle stehen die Sammlungsmöbel, die nicht als neutrale Behältnisse von wissenschaftlichen Objekten analysiert werden, sondern als konsequent durch erkenntnispraktische Anliegen geformte ›epistemische Möbel‹. Neben der Analyse des Bestands von etwa 50 Einzelstücken, ihrer Formentwicklung und Gebrauchsgeschichte können konkrete Wahrnehmungs- und Studiensituationen rekonstruiert werden.

Projektleitung: Dr. Christiane Holm

Projektbearbeiterin: Dr. Diana Stört

Weitere Informationen

... finden Sie auf der Homepage der Klassik Stiftung Weimar   

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