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Lehrveranstaltungen Prof. Décultot

Sprechzeiten

WiSe 2017/18

  • nach Vereinbarung


Hinweise für Hausarbeiten


Richtlinien für Hausarbeiten  Prof  Decultot.pdf (291,6 KB)  vom 25.01.2016

Frühere Lehrveranstaltungen

WiSe 2016/17

Ringvorlesung Kulturen der Aufklärung. Historische Grundlagen aktueller Probleme
Prof. Fulda u. a. (di 10-12) Di. 10–12 Uhr im IZEA (Thomasius-Zimmer)
Module:
Literaturgeschichte 17. - 19. Jh. (BA/LA),
Literaturgeschichte 17. Jh. - Gegenwart (BA/LA),
Kulturelle Diskurse (MA),
Master Kulturen der Aufklärung: Einführungsmodul

Die Aufklärung ist die Epoche des take off der europäischen Moderne. Ihrer Grundlegungswirkung, die sie in allen gesellschaftlichen Bereichen hatte, kann nur ein interdisziplinärer Zugang gerecht werden. Daher tragen zehn Fächer zu dieser Ringvorlesung bei (Germanistik, Anglistik, Romanistik, Allg. u. vergleich. Literaturwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Theologie, Religionswissenschaft, Musikwissenschaft). Das 18. Jahrhundert wird dabei besonders unter dem Blickwinkel der Transformation von Religiösem und Rationalem betrachtet, und zwar so, dass die historischen Problemlagen zugleich als Ausgangspunkte aktuell diskutierter Antworten erscheinen. Als Einführung aus germanistischer Perspektive empfehle ich Iwan-Michelangelo D'Aprile, Winfried Siebers: Das 18. Jahrhundert. Zeitalter der Aufklärung. Berlin: Akademie 2008. Eine grandiose Lektüre ist die neue große Epochendarstellung von Steffen Martus: Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert – ein Epochenbild. Berlin 2015.

SoSe 2016

(S) Lesen, Zitieren, Plagiieren (di 12-14)
zus. mit Prof. Daniel Fulda
Raum: IZEA (Thomasius-Zimmer)
Module:
Literaturtheorie (BA/LA)
Literaturgeschichte (MA)
Literaturtheorie, Poetologie, Ästhetik (MA)
Schlüsselthemen (MA/LA Gym)
Literatur und Ästhetik II (MA Kulturen der Aufklärung)

Hauptanliegen des Seminars ist es, die Transformationen der Lese- und  Schreibpraktiken im Blick auf die Praktiken des Zitierens und  Plagiierens im Übergang von der Frühen Neuzeit zur Moderne in  gesamteuropäischer Perspektivierung zu beleuchten. Dabei soll dem  Exzerpieren als Bindeglied zwischen Lese- und Schreibpraxis besondere  Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zunächst soll der historische  Traditionszusammenhang beleuchtet werden, in dem die Praktiken des  Zitierens und Plagiierens sowie deren gesellschaftliche Wahrnehmung  eingebettet sind. Über diese diachronische Dimension hinaus sollen auch  Vergleiche zwischen verschiedenen europäischen Regionen und Sprachräumen  vorgenommen werden, die es ermöglichen, eine differenzierte  Kulturgeschichte der Text- und Wissenszirkulation zu erstellen.  Schließlich soll danach gefragt werden, wie die Praktiken des Zitierens  und Plagiierens sich zu einigen Kernbegriffen unseres modernen  Literaturverständnisses (Autor, Original und Originalität, Nachahmung,  Kopie, Erfindung) verhalten. Das 18. Jahrhundert als Übergangsepoche  zwischen humanistischer Tradition und Moderne wird dabei besonders  berücksichtigt. Zu der im Rahmen des Seminars besprochenen  Primärliteratur gehören u.a. Texte von  Jean Paul, Thomas Mann und Bertolt Brecht.

Die Teilnehmer am Seminar sollten bis zum Semesterbeginn folgende Texte gelesen haben:

Hellmut Rosenfeld: [Art.] Plagiat. In: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. 2. Aufl., Begr. von Paul Merker und Wolfgang Stammler. Hrsg. von Werner Kohlschmidt u.a.  Bd. 3. Berlin, New York: de Gruyter 1977, S. 114 – 126; Elisabeth  Décultot: Einleitung: Die Kunst des Exzerpierens. Geschichte, Probleme,  Perspektiven. In: Dies. (Hg.): Lesen, Kopieren, Schreiben,  Berlin: Ripperger and Kremers, 2014, S. 7 – 47; Helmut Zedelmaier:  Wissen sammeln. Die Geschichte des Exzerpierens. In: Ders.: Werkstätten des Wissens zwischen Renaissance und Aufklärung, Tübingen, Mohr Siebeck, 2015, S. 45 – 61.

WiSe 2015/16

(S) Johann Joachim Winckelmann. Leser, Gelehrter, Schriftsteller (mo 12-14)
Prof. Elisabeth Décultot/ Dr. Martin Dönike
Seminarraum 16. E.11, Lu-Wu 2
Modul:

Literaturgeschichte, MA/LA Gym
Literaturgeschichte (Vertiefungsmodul), MA/LA Gym

Die Karriere des Gelehrten und Kunstschriftstellers J. J. Winckelmann (1717-1768)   erschien schon seinen Zeitgenossen als eine Art Wunder: Aus Stendal  stammend, wo er als Schustersohn in ärmlichsten Verhältnissen geboren  wurde, führte ihn sein Weg über Halle, Jena, Seehausen und Dresden nach  Rom, wo er als Begründer der archäologischen und kunsthistorischen  Wissenschaften zu einer europäischen Berühmtheit werden sollte. Trotz  der Einzigartigkeit dieses von solch einem Erfolg gekrönten Lebenslaufs,  können die einzelnen Stationen von Winckelmanns intellektueller  Biographie zugleich als typisch für den Werdegang eines Gelehrten und  Schriftstellers in der Mitte des 18. Jahrhunderts gelten. Ziel des   Seminars ist es, die Entwicklung Winckelmanns vom Schüler und Studenten  über die Tätigkeit als (Haus-)Lehrer zum Gelehrten und Schriftsteller  nachzuzeichnen und an diesem Beispiel die Voraussetzungen, Möglichkeiten  und Grenzen intellektueller Biographien zur Zeit der Aufklärung  deutlich werden zu lassen.

Literatur
É. Décultot, Untersuchungen zu Winckelmanns Exzerptheften. Ein Beitrag zur Genealogie der Kunstgeschichte im 18. Jahrhundert, übers. von W. von Wangenheim und R. M. Hofter, Ruhpolding, 2004.
M. Disselkamp, Die Stadt der Gelehrten. Studien zu J. J. Winckelmanns Briefen aus Rom, Tübingen, 1993.
K. Harloe, Winckelmann and the Invention of Antiquity: History and Aesthetics in the Age of Altertumwissenschaft, Oxford u.a. 2013.
C. Justi, Winckelmann und seine Zeitgenossen, 3 Bde., Leipzig, 1898 (Erstveröffentlichung unter dem Titel: Winckelmann, sein Leben, seine Werke und seine Zeitgenossen, 3 Bde., Leipzig, 1866-1872).
I. Kreuzer, Studien zu Winckelmanns Ästhetik. Normativität und historisches Bewußtsein, Berlin, 1959.
A. Potts, Flesh and the Ideal : Winckelmann and the Origins of Art History, New Haven, 1994.
J. Schloemann: Johann Joachim Winckelmann – „edle Einfalt, stille   Größe“, in: Die griechische Welt. Erinnerungsorte der Antike, hg. von   Elke Stein-Hölkeskamp und Karl-Joachim-Hölkeskamp, München 2010, S. 524-537, 659-661.
L. Uhlig, Hrsg., Griechenland als Ideal. Winckelmann und seine Rezeption in Deutschland, Tübingen, 1988.

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SoSe 2015

(S) Lessing und die bildende Kunst (di 14-16)
Seminarraum 20, Raum 2.11, Lu-Wu-2
Modul:
Themen, Stoffe, Motive, MA
Kulturelle Diskurse Modul, MA
Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik, MA
Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik (Vertiefungsmodul), MA
Literatur und Ästhetik II, MA

Im Laokoon (1766) zieht Lessing unter mehrfachem Rückgriff auf  markante Schriften der europäischen Kunstliteratur eine scharfe  Trennungslinie zwischen Poesie und Malerei. Die Malerei gebrauche  »Figuren und Farben in dem Raume«, die Poesie »artikulierte Töne in der  Zeit«. Aus dieser Differenz in der medialen Beschaffenheit der Künste  leitet Lessing eine weitere ab: Zur Darstellung ihrer Gegenstände  verfüge die Poesie über einen breiteren Spielraum als die bildende  Kunst, denn dem Bildhauer und Maler sei die Darstellung von  paroxystischen Momenten nicht erlaubt, während der Dichter solche  Momente – etwa in der Form von extrem widrigen oder hässlichen Gestalten  – darstellen dürfe. Für den Diskurs über die bildenden Künste, der sich  im Europa des 18. Jahrhunderts im Umbruch befindet, sowie für die  Produktion von Werken der bildenden Kunst wirft dieses semiotische  System zahlreiche Fragen auf: Welche Kenntnis hatte Lessing der antiken  und modernen bildenden Kunst überhaupt? In welchem Verhältnis steht sein  Begriff der bildenden Kunst zum Kunstverständnis seiner Vorgänger und  Zeitgenossen (Bodmer, Breitinger, Winckelmann, John Harris, Du Bos,  Batteux, Diderot, Hagedorn)? Welches sind bei ihm die Grenzen des  Schönen in der Kunst? Wie lässt sich das Hässliche genau definieren?  Ziel des Seminars ist es, Lessings Position zur bildenden Kunst von der  Veröffentlichung des Laokoon bis in seinen späteren Schriften zu  analysieren und sie im Kontext der europäischen Diskussion über die  Grenzen von Poesie und Malerei zu verorten

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