Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dokumente

Hinweise für Anmeldung von Seminaren.doc (21,5 KB)  vom 05.04.2012

Hinweise für Seminararbeiten
Hinweise für Seminararbeiten Halle.pdf (161,5 KB)  vom 18.12.2014

Hinweise für Examensprüfungen
Hinweise für Examensprüfungen.pdf (67,3 KB)  vom 18.11.2009

Kontakt

Germanistisches Institut

Telefon: 0345 55-23592
Telefon: 0345 55-23594 Sekretariat
Telefax: 0345 55-27067

Raum 1.01.0
Ludwig-Wucherer-Str. 2
06108 Halle (Saale)

Postanschrift:
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät II
Germanistisches Institut
06099 Halle (Saale)

Weiteres

Login für Redakteure

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Sprechzeiten

Vorlesungsfreie Zeit m Wintersemester 2017/18

  • Montag, 19.02.18 um 17 Uhr im IZEA
  • Donnerstag, 15.03.18 um 11 Uhr Uhr im Institut,
    Ludwig-Wucherer-Str. 2, Raum 1.01

SoSe 2018

(VL) Der große Krieg. Vier Jahrhunderte Literaturgeschichte des Dreißigjährigen Krieges

Mo 12–14, Ludwig-Wucherer-Str. 2, HS IV

Literaturgeschichte 17. Jh. bis Gegenwart (BA/LA)
Literaturgeschichte + Vertiefung (MA/LA)
Literatur- und Gattungstheorie (BA/LA)
Schlüsselthemen (MA)
Themen, Stoffe, Motive (BA)
Themen, Stoffe, Motive +Vertiefung (LA/MA)

Bevor im 20. Jahrhundert die beiden Weltkriege maximale Gewalt, Zerstörung und Vernichtung brachten, wurde der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) als größte derartige Katastrophe wahrgenommen. Für die Literatur stellte er von Anfang an eine enorme Herausforderung dar: Wie lässt sich die extreme Gewalt, die er über große Teile Mitteleuropas verbreitete, in die Sprache der Literatur fassen? Und was vermag die Literatur ihr entgegenzusetzten? Auf diese Fragen reagierten Autoren bereits während des Kriegs (Gryphius u.a.), und sie sind bis in unsere Gegenwart hinein immer wieder aufgenommen worden (Daniel Kehlmann, Tyll, 2017). Die Vorlesung wird Texte aus vier Jahrhunderten und aller drei Großgattungen (Drama, Epik, Lyrik) behandeln. Sie eignet sich daher zugleich als Einführung in die Gattungspoetik

(K) Forschungskolloquium Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Mo. 16–18, Ludwig-Wucherer-Str. 2, SR 20

Forschungskolloquium Literaturgeschichte 17.-19. Jh. (MA)
Literatur und Ästhetik II (MA KdA)

Wissenschaft lebt von neuen Entdeckungen, neuen Sichtweisen, auch neuen Akteuren. Was neu und interessant ist, wollen wir sowohl mit Blick auf aktuelle Tendenzen in der (Neueren deutschen Literatur-) Wissenschaft als auch mittels einiger Vorträge von Kolloquiums­teil­nehmern (und Gästen) über ihre laufenden Forschungs- oder Abschlussarbeiten diskutieren. Vorschläge für gemeinsame Lektüren sind willkommen. Studenten, die in nächster Zeit bei mir Examen machen möchten, ist die Teilnahme dringend empfohlen.

(VL) Kulturelle Identität? Herausforderungen der Moderne (Ringvorlesung der Philosophischen Fakultät II in Kooperation mit dem IZEA)

Di 10–12 Uhr, HS IV (LuWu 2), Beginn: 10. April

Literatur- und Gattungstheorie (BA/LA)
Schlüsselthemen (MA)
Themen, Stoffe, Motive (BA)
Themen, Stoffe, Motive +Vertiefung (LA/MA)
Kulturelle Diskurse (MA)
Wissen und Wissenstransfer (MA KdA)

Unsere Gesellschaft sehen gegenwärtig viele in einer tiefgreifenden Krise: Identitäten scheinen verloren zu gehen, Vielstimmigkeit wird vornehmlich als Dissonanz wahrgenommen, Konflikte scheinen die Gesellschaft nicht mehr voranzubringen, sondern zu zerbrechen. An dieser Stelle sind die Geistes- und Kulturwissenschaften mehr denn je gefordert. Sie können und sollen die neuerdings aufgebrochenen Spannungen weder lösen noch wegerklären, denn solche Spannungen gehören konstitutiv zur Moderne. Doch können das Wissen und die Methoden unserer Fächer dazu beitragen, ein Verständnis von Kultur und gesellschaftlicher Sinnbildung zu verbreiten, das Veränderung, ‚Fremdes‘ und Dissonanz nicht als Bedrohung, sondern als produktive Faktoren einer dynamischen, lebenswerten Gesellschaft begreifen lässt.

Die Geistes- und Kulturwissenschaften sind nicht allein deshalb Orientierungswissenschaften, weil sie Kennt­nisse über die vom Menschen geschaffenen Sinngebilde vermitteln, sondern ebenso ihrer Methodiken wegen. Denn ihre Methoden machen die dynamische, nie zu einem Abschluss kommende Produktion wie Problematisierung von kulturellen Ordnungen durchschaubar. In der Vorlesung werden Vertreter der verschiedenen Fächer der Philosophischen Fakultät II ihre Methoden als Beitrag zur Analyse und zum Verstehen kultureller Identitätsproduktion vorstellen. Die Ringvorlesung wird in Kooperation von Philosophischer Fakultät II und IZEA organisiert, denn es sind insbesondere die von der Aufklärung ausgehenden Ordnungen der modernen Gesellschaft, die unter Beschuss geraten sind und eine wissenschaftliche Antwort darauf verlangen.

(VL) Die Bilder der Aufklärung

Do 16-18, Ludwig-Wucherer-Str. 2, HS IV

Literaturgeschichte 17.-19. Jh. (BA/LA)
Literaturgeschichte 17. Jh. bis Gegenwart (BA/LA)
Kulturelle Diskurse (MA)
Literaturgeschichte + Vertiefung (MA/LA)
Schlüsselthemen (MA/LA Gym)
Literatur und Ästhetik II (MA KdA)
Wissen und Wissenstransfer (MA KdA)
Wissenskommunikation (MA/LA)
Themen, Stoffe und Motive (BA/LA)
Themen, Stoffe, Motive + Vertiefung (MA/LA)

Die Vorlesung setzt die im SoSe 2017 gehaltene Vorlesung über dasselbe Thema fort, bezieht sich aber auf anderes Material und rückt neue Aspekte in den Vordergrund. Sie eignet sich sowohl für Hörer der 2017er-VL als auch für neu Hinzukommende.

Die Aufklärung gilt mit einigem Recht als Epoche eines besonders großen Vertrauens in die Macht des Wortes. Bildliche Medien haben demgegenüber viel weniger Beachtung gefunden, obwohl sie von den Aufklärern gerne genutzt wurden zur Propagierung ihrer Ideen. Die Leitfrage der Vorlesung ist die nach der Korrelation zwischen aufklärerischer Programmatik und bildlichem Ausdruck. Welcher Visualisierungen bedienten sich die Aufklärer zur Veranschaulichung und Verbreitung ihres kritischen Reformprogramms? An dem Bild, das wir uns von der Aufklärung machen, ergeben sich aus einem geschärften Blick auf die ‚Bilder der Aufklärung‘ jedenfalls erhebliche Korrekturen.

Als ersten Überblick vgl. Carsten Zelle: Im Licht der Vernunft? Zu Bild und Begriff der Aufklärung. In: Diagonal. Zs. der Universität Siegen 2002,1, S. 164–187 oder James Schmidt: Hans Blumenberg on Light & Truth, with Some Thoughts on Eighteenth-century Frontispieces. In: Persistent Enlightenment, 18.05.2014 (https://persistentenlightenment.com/2014/05/18/blumenberg_light/   ).

(S) Seminar Moderne

Do 12–14, E.-Abderhalden-Str. 9, SR Indologie

Literaturgeschichte 17. Jh. bis Gegenwart (BA/LA)
Literaturgeschichte + Vertiefung (MA/LA)
Kulturelle Diskurse (MA)
Schlüsselthemen (MA)
Literatur und Ästhetik II (MA KdA)

Die ‚Moderne‘ zählt zu den in Wissenschaft und Öffentlichkeit beliebtesten Makrobegriffen, aber auch zu den schillernsten. Teils wird der Begriff deskriptiv verwandt, teils wird mit ihm ein positiver Wertanspruch verbunden. Welche Literatur lässt sich sinnvoll als modern bezeichnen? Welche Rolle spielt der Begriff in der Selbstpositionierung literarischer Autoren? Was lässt sich von anderen Fächern für einen gehaltvollen, literaturanalytischen Modernebegriff lernen? Aufgekommen ist die Rede von den ‚Modernen‘ (Autoren) um 1700, und sie spielt für Entwicklung des Fortschrittsstrebens, das Literatur und Gesellschaft seitdem prägt, eine wesentliche Rolle. Weitere Schlüsselphasen sind die Jahrhundertwende um 1800 und um 1900. Das Seminar wird den Zeiträumen um 1700, um 1800, um 1900 sowie der Gegenwart in etwa gleiche Aufmerksamkeit schenken.

Folgende Texte sind unbedingt vor Seminarbeginn zu lesen und durchzuarbeiten: Fontenelle: Exkurs über die Alten und die Modernen; Schiller: Über naive und sentimentalische Dichtung; Schiller: Die Braut von Messina; Hermann Bahr: Die Moderne; Heinrich Hart: Die Moderne; Friedrich Michael Fels: Die Moderne; Arno Holz/Johannes Schlaf: Die Familie Selicke; Hofmannsthal: Elektra. Hartmut Rosa: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Ffm 2016, S. 517–614. Die Texte müssen im Seminar in Papierform vorliegen. In der ersten Sitzung findet eine Überprüfung der Textkenntnis statt, Teilnahme obligatorisch!

Einen informativen Überblick über die Begriffsgeschichte bietet Hans-Ulrich Gumbrecht: Modern, Modernität, Moderne. In: Otto Brunner, Werner Conze u. Reinhart Koselleck (Hrsg.): Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Bd. 1–8 (in 9). Stuttgart 1972–1997, Bd. 4, S. 93–131. Zum literaturwissenschaftlichen Gebrauch des Begriffs vgl. Annette Simonis, Linda Simonis: Literaturwissenschaften. In: Friedrich Jaeger, Wolfgang Knöbl, Ute Schneider (Hrsg.): Handbuch Moderneforschung. Stuttgart 2015, S. 154–165.


Zum Seitenanfang