Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Aktuelle Lehrveranstaltungen

Sprechzeiten

Sprechzeit im WiSe 2017/18

montags von 18-19 Uhr

jeweils im GSZ, LuWu 2, 1. OG, Raum 1.07.

Veranstaltungen WiSe 2017/2018

(S) Einführung in die Literaturwissenschaft: Friedrich Hebbel

  • Einführung in die germanistische Sprach- und Literaturwissenschaft im europäischen Kontext. (Literaturwissenschaft)

Mo 12-14
max. 30 Teilnehmer

(S) Einführung in die Literaturwissenschaft: Friedrich Hebbel

  • Einführung in die germanistische Sprach- und Literaturwissenschaft im europäischen Kontext. (Literaturwissenschaft)

Mo 16-18
max. 30 Teilnehmer

„Ich verstehe die Welt nicht mehr!“ – mit dieser sprichwörtlich gewordenen Wendung lässt Friedrich Hebbel eines seiner Dramen enden. Hebbels Texte stellen gängige Weltbilder in Frage, verlaufen wenig erwartbar und in einer oftmals drastischen Brutalität. Als handlungsbestimmendes Motiv lässt sich das Verhältnis der Geschlechter bestimmen, das entgegen dem etablierten Ergänzungsmodell als „natürliche Feindschaft zwischen Mann und Weib“ inszeniert wird. Zudem ist eine literaturhistorische Einordnung von Hebbels Werk schwierig, denn es gilt teils als Nachhut eines klassizistischen Idealismus und teils als Vorhut eines psychologischen Realismus. Kurz: Hebbel ist einer der interessantesten Sonderfälle des 19. Jahrhunderts. Anhand der Dramen „Judith“ und „Maria Magdalene“, der Prosatexte „Rubin“ und „Der Traum“ sowie von ausgewählten Tagebucheinträgen werden folgende Aspekte behandelt und diskutiert: Funktion und Reichweite von Epochenbegriffen (Klassizismus, Realismus), gattungstheoretische Grundbegriffe (Bürgerliches Trauerspiel, Märchen, Tagebuch), Themen, Stoffe und Motive (Macht, Judith und Holofernes, Traum) sowie literaturwissenschaftliche Methoden (hermeneutische, diskursanalytische und kulturwissenschaftliche Zugänge).

Teilnahmevoraussetzungen sind Lektüresicherheit und Übernahme eines Impulsreferates oder eines Ergebnisprotokolls (Studienleistung); das Seminar wird mit einer Hausarbeit abgeschlossen (Modulteilleistung). Lektüregrundlage, folglich anzuschaffen sind die oben genannten Dramen von Hebbel in den jeweiligen Reclam-Ausgaben, zudem B. Jeßing, R. Köhnen (Hrsg.): Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft. 3. überarb. und aktual. Aufl. 2012. Die ausgewählten Prosatexte werden in Form eines Readers zur Verfügung gestellt.

(S) Typen, Situationen, Requisiten. Komödien des 18. Jahrhunderts

  • Literaturtheorie (alte Ordnung)
  • Literatur- und Gattungstheorie (neue Ordnung)
  • Themen, Stoffe, Motive
  • Literaturgeschichte 17.-19. Jh. (alte Ordnung)
  • Literaturgeschichte (neue Ordnung)

Di 16-18
max. 30 Teilnehmer

Die Komödie des 18. Jahrhunderts zeigt ihre bürgerlichen Figuren zunehmend realistischer in ihrer alltäglichen Umgebung. Damit einher geht eine dramentheoretische Aufwertung der „Situation“ gegenüber dem „Charakter“ bei Diderot und Lessing. In den Nebentexten zu Räumen und Dingen gewinnen selbst tradierte Typen wie der Gelehrte oder der Müßiggänger, die Fromme oder die Mätresse ein besonderes Profil und werden in die aktuellen Debatten der Aufklärung eingespannt. Das Seminar möchte sich ausgewählten Komödien über die vermeintlich nebensächlichen Regieanweisungen, Raumbilder und Requisiten nähern. Zur Diskussion stehen Luise Adelgunde Victorie Gottsched, Die Pietisterey im Fischbein-Rocke (1736); Johann Elias Schlegel, Der geschäftige Müßiggänger (1743); Gotthold Ephraim Lessing, Minna von Barnhelm (1763); Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Hofmeister (1774); Karl Gotthilf Lessing: Die Mätresse (1780).

Teilnahmevoraussetzungen sind Lektüresicherheit und Übernahme eines Impulsreferates oder eines Ergebnisprotokolls (Studienleistung); die Modulleistung kann wahlweise über eine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung erbracht werden.

Literatur zur Einführung: Volker Klotz: Gegenstand als Gegenspieler. Widersacher auf der Bühne. Dinge, Briefe, aber auch Barbiere, 2000; Antje Detken: Im Nebenraum des Textes. Regiebemerkungen in Dramen des 18. Jahrhunderts, 2009; Tom Kindt: Literatur und Komik: Zur Theorie literarischer Komik und zur deutschen Komödie im 18. Jahrhundert, 2011. Ausgewählte Forschungstexte sowie die nicht im Buchhandel greifbaren Komödien werden in Form eines Readers zur Verfügung gestellt.

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