Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Germanistisches Institut

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Dr. Christiane Holm

Forschungsschwerpunkte

Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte 18. bis 20. Jhdt.

• Dingkulturen

• Gartenkunst und Interieur

• Gedächtnis und Erinnerung

• Geschlechterkonzeptionen

Neuerscheinungen

Zeitschrift für Germanistik (Bd. 68)

Zeitschrift für Germanistik (Bd. 68)

Das moderne Haus. Bau- und Wohnformen in der (Sach-)Literatur. Zeitschrift für Germanistik (Bd. 68), NF XXX (2020), H. 1. Hrsg. gemeinsam mit Ulrike Vedder.

Das Themenheft knüpft an die aktuelle Konjunktur der literaturwissenschaftlichen Haus- und Architekturforschung an und akzentuiert die Perspektive dahingehend, dass es sich erstens auf die Moderne von der Neuen Sachlichkeit bis zur Gegenwart konzentriert und dabei zweitens nicht nur die durchgreifenden Modelle und Narrative, sondern vor allem die prosaischen Formationen der alltäglichen Praktiken fokussiert. Gefragt wird nach dem Umgang mit Kriegstrümmern, nach den Effekten der vergleichsweise kurzen Haltbarkeit von Fertighäusern oder Plattenbauten, nach den wechselnden Bedingungen von Eigentums- und Mietverhältnissen oder nach den modernen Formen von Transparenz und Unheimlichkeit. Damit kommen auch Textsorten jenseits von Roman und Erzählung in den Blick, wie etwa die Reportage, der Ratgeber oder die Immobilienanzeige.

Nachlassbewusstsein

Nachlassbewusstsein

The Agency of Display. Objects, Framings and Parerga. Hrsg. gemeinsam mit Johannes Grave, Valérie Kobi, Caroline van Eck. Dresden 2018 (Parerga and Paratexts; 2).

The display of artefacts always implies an external mediation that influences, and often codifies, the reception of the exhibits. Objects are manipulated, restored, appropriated, staged, in short displayed, through various representational strategies that include pedestals, labels, and showcases. These elements, that we could define as parerga, are often ignored because of their utilitarian function. Yet, they play an important role in the history of the artefacts and define the setting in which the objects can exert their agency. They not only shape their meaning, but also determine the effect that these artefacts have on their viewers. Framing devices create the conditions for interactions between the individual and the object to take place. This publication aims to explore the relation between artefacts and viewers as they are manifested in framing devices, and to develop a new theoretical framework for thinking about the power of objects on display.

Winckelmann_Moderne Antike

Winckelmann_Moderne Antike

Parerga des Wissens. Der Drogentisch der Franckeschen Stiftungen zu Halle und die Genese von Sammlungsmöbeln um 1700.

in: Materielle Kultur und Konsum in der Frühen Neuzeit. Hg. v. Julia A. Schmidt-Funke. Wien/Köln/Weimar 2019 (Ding, Materialtät, Geschichte; 1), S. 161–194.

Ob unscheinbarer Alltagsgegenstand oder gehüteter Kunstschatz – die in diesem Buch vorgestellten Objekte haben Geschichte und machen Geschichte erzählbar. Zehn exemplarische Studien befassen sich mit der Frage, wie frühneuzeitliche Menschen, Institutionen und Gemeinwesen mit den sie umgebenden Dingen und den ihnen zur Verfügung stehenden Gütern umgingen. Anhand von Materialien und Macharten, Verbrauchsformen und Gebrauchsweisen, Eignungen und Anforderungen, Beziehungen und Bewegungen, Wissen und Wahrnehmungen werden aus objekt- und konsumgeschichtlicher Perspektive die Grundzüge der frühneuzeitlichen Epoche umrissen. Der aus einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk hervorgegangene Band gibt erstmals eine deutschsprachige Einführung in dieses innovative Gebiet der Frühneuzeitforschung.

Thomas Bremer (Hg.) Materialitätsdiskurse der Aufklärung

Thomas Bremer (Hg.) Materialitätsdiskurse der Aufklärung

Artikel Interieur, Tapete und Porzellan

in: Der Neue Pauly. Das 18. Jahrhundert. Lexikon zur Antikenrezeption in Aufklärung und Klassizismus. Hg. v. Joachim Jacob und Johannes Süßmann. Stuttgart 2018, S. 387–389; S. 728–738; S. 945–951.

Der Band thematisiert die europäische und außereuropäische Auseinandersetzung mit der griechisch-römischen Antike im 18. Jahrhundert. In rund 140 Artikeln von „Adel“ bis „Zensur“ stellen ca. 100 Experten dar, wie die „klassische“ Antike, aber auch konkurrierende Altertümer im Zeitalter der Aufklärung, der Revolutionen und des wissenschaftlichen Fortschritts wahrgenommen und erforscht wurden und zur Selbstvergewisserung und Formulierung neuer Ideale dienten. Alle gesellschaftlichen Bereiche von der Literatur und den Künsten über Alltagskultur, Bildung, Philosophie, Religion, Recht oder Wirtschaft werden berührt. Der Zeitraum der Darstellung reicht von der „Querelle des Anciens et des Modernes“ in Frankreich 1687 bis zur Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress 1815. Ausführliche Register ermöglichen einen differenzierten Zugriff auf die breite Themenvielfalt dieses Rezeptionsbandes.

Scholz/Vedder (Hg.) Handbuch Literatur

Scholz/Vedder (Hg.) Handbuch Literatur

Artikel Andenken/Souvenir und Möbel.

in: Handbuch Literatur & Materielle Kultur. Hg. v. Susanne Scholz und Ulrike Vedder. Berlin/Boston 2018, S. 377–379; S. 425–427.

Das Handbuch bietet in ca. 80 Beiträgen eine fundierte Übersicht über das vielfältige Forschungsfeld der materiellen Kultur in ihrem Verhältnis zur Literatur: als Thema und Erzählobjekt sowie als materielle Bedingung für die Entstehung, Lektüre und Überlieferung von Literatur. Vorgestellt werden grundlegende Theorien und Modelle der literatur- und kulturwissenschaftlichen Dingforschung, wie etwa Materialität und Medialität, Wahrnehmung und Gedächtnis, Ordnung und Sammlung, Material Philology, Editionsphilologie und Buchforschung. In exemplarischen Analysen werden Darstellungsweisen und Funktionen materieller Kultur in literarischen Texten vom Mittelalter bis zur Gegenwart erörtert. Abschließend erfasst ein Dingmagazin - von A wie Abfall, Accessoire, Album bis Z wie Zettelkasten - materielle Objekte in ihrer Relevanz für Literatur und Literaturwissenschaft.

Rohde/Valk (Hg.) Faust Handbuch

Rohde/Valk (Hg.) Faust Handbuch

Artikel Ausstellung (gemeinsam mit Nerina Santorius)

in: Faust Handbuch. Konstellationen – Diskurse – Medien. Hg. v. Carsten Rohde und Thorsten Valk. Stuttgart 2018, S. 333–338.

Die Fabel vom Schwarzkünstler Faust gehört zu den großen Stoffen der Weltliteratur. Ihre Ursprünge liegen in der Umbruchszeit zwischen Mittelalter und Neuzeit, durch Goethes Bearbeitung erlangte sie Weltruhm. Daneben stehen zahlreiche Adaptionen in allen Kulturen, in den unterschiedlichsten Künsten und Medien. Das Faust-Handbuch bietet erstmals einen umfassenden und systematischen Überblick über diesen ‚Stoff aller Stoffe‘. Der erste Teil beleuchtet allgemeine literatur- und kulturwissenschaftliche Aspekte des Faust-Stoffes in epochenübergreifenden Längsschnitten. Der Hauptteil gliedert die Stoffgeschichte in vier Epochen und behandelt in einer Vielzahl von Einzelartikeln wichtige Stationen sowohl der Gattungs- und Mediengeschichte als auch der Problem- und Kulturgeschichte.

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