Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Prof. Dr. Elisabeth Décultot

Prof. Décultot

Prof. Décultot

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Aktuelles

Akademievorhaben Antiquitatum Thesaurus

Akademievorhaben Antiquitatum Thesaurus

Stellenausschreibung

Ausschreibung von zwei Stellen

Für das von der Union der Akademien geförderte Langzeitprojekt Antiquitatum thesaurus. Antiken in den europäischen Bildquellen des 17. und 18. Jahrhunderts sind zwei Stellen ausgeschrieben worden.

Informationen zum Langzeitprojekt finden Sie hier

Kontakt: Prof. Dr. Elisabeth  Décultot ()

Förderpreis für junge Aufklärungsforschung 2022

Ausschreibung
Förderpreis für junge Aufklärungsforschung 2022

Die Erforschung der Aufklärung hat sich in den letzten Jahrzehnten weiter ausdifferenziert, wobei der europäischen und globalen Dimension unter Einschluss unterschiedlicher Sprachräume eine wachsende Bedeutung zukommt. Junge Forscherinnen und Forscher stehen dabei vor der Herausforderung, die internationale Diskussion mit ihren vielfältigen interdisziplinären Fragestellungen sowie den komplexen Forschungsständen gleichermaßen zu berücksichtigen.

Organisation und Durchführung eines zweitägigen Workshops für Nachwuchswissenschaftler*innen

Um der wachsenden Bedeutung der Aufklärungsforschung zu entsprechen  und jüngeren Forscherinnen und Forschern der verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen ein Forum zu bieten, schreiben die Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer und das Interdisziplinäre Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen Förderpreis für Aufklärungsforschung aus. In Ergänzung zur bestehenden, durchaus vielfältigen Forschungslandschaft soll damit gezielt jüngeren Forschenden die Möglichkeit geboten werden, neue Kontexte, Lektüren und Ansätze einzubringen und in einem anspruchsvollen Rahmen zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Die Humboldt-Professur und das IZEA unterstützen Einzelpersonen oder eine Gruppe junger Forschender (Doktoranden und/oder Post-Docs, max. 3 Personen) mit 4.500,00 Euro, die für die selbständige Konzeption, Organisation und Durchführung eines zweitägigen Workshops für Nachwuchswissenschaftler*innen eingesetzt werden sollen. Wir freuen uns über Vorschläge aus dem gesamten Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Der erste Workshop soll im Sommersemester 2022 in Halle an der Saale stattfinden. Die Räumlichkeiten für die Veranstaltung werden am IZEA zur Verfügung gestellt. Die Förderung versteht sich als Grundfinanzierung (Reise- und Unterkunftskosten, Verpflegung). Bei Bedarf unterstützt das IZEA die Einwerbung weiterer Drittmittel sowie eine Publikation der Beiträge. Bitte schicken Sie uns bis zum 30.4.2021 ein kurzes Exposé mit einer konzisen Beschreibung des Themas oder einer Fragestellung (maximal zwei Seiten), einem Entwurf des  Veranstaltungsformats und einer Liste von – in Aussicht genommenen –  Teilnehmer*innen inkl. Beteiligungsform (Vortrag, Respondenz o.ä.) an  Prof. Dr. Elisabeth Décultot (elisabeth.decultot@germanistik.uni-halle.de) und Mike Rottmann (). Von den Antragstellern erbitten wir außerdem kurze Darstellungen des wissenschaftlichen Werdegangs.


Ausschreibung-Förderpreis-2022-2.pdf (95,2 KB)  vom 09.11.2020

Digitale Präsentation der Ausstellung Johann Joachim Winckelmann. Moderne Antike

Neuerscheinungen

Publikationen

Winckelmann-Rezeption

Winckelmann-Rezeption

Die Winckelmann-Rezeption in Italien und Europa

Zirkulation, Adaption, Transformation

Herausgegeben von: Elisabeth Décultot, Martin Dönike, Serena Feloj und Fabrizio Slavazzi, De Gruyter, 2021, 243 S.

Reihe: Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung,  65   

Inhaltsverzeichnis

Ziel des vorliegenden Bandes ist es, die bislang wenig erforschte Wirkungsgeschichte Winckelmanns in Italien vor dem Hintergrund seiner europäischen Rezeption zu untersuchen. Am Beispiel Winckelmanns wird damit der Versuch unternommen, ein nationales Rezeptionsphänomen mit einer europäischen Perspektive zu kombinieren. Deutlich wird dabei, dass die italienische Winckelmann-Rezeption vor allem deshalb komplex ist, weil sie immer in Kenntnis von und mit Blick auf die Winckelmann-Rezeption in anderen europäischen Ländern – insbesondere in Deutschland und Frankreich – stattfindet: Rezeptionsgeschichte kann hier nur als eine Geschichte von Verflechtungen geschrieben werden.

Sulzer Band 10/1-2

Sulzer Band 10/1-2

Sulzer Band 10/1-2

Band 10 der Gesammelten Schriften J. G. Sulzers

Gesammelte Schriften. Kommentierte Ausgabe. Hrsg. von Elisabeth Décultot, mitbegründet von Hans Adler. 10 Bde., Schwabe Verlag, Basel:

Bd. 10.1 und 10.2: Johann Georg Sulzer – Johann Jakob Bodmer. Briefwechsel. Kritische Ausgabe. Hrsg. von Elisabeth Décultot und Jana Kittelmann unter Mitarbeit von Baptiste Baumann, 2020, 2 Teilbände, zus.  2044 S.

Flyer Sulzer Band 10

Cover Sulzer Band 10

Aktuelle Neuerscheinung in der Reihe Johann Georg Sulzer: Gesammelte Schriften.

Band 10 der «Gesammelten Schriften» von Johann Georg Sulzer enthält  den gesamten Briefwechsel zwischen Sulzer (1720–1779) und Johann Jakob Bodmer (1698–1783), der hier zum ersten Mal vollständig nach den Handschriften transkribiert und kommentiert wird. Für die Edition von Sulzers Schriften ist dieser Briefwechsel geradezu fundamental.

Mit seinen 454 Briefen, die in 35 Jahren (1744–1779) entstanden sind, zählt er zu den umfangreichsten Korrespondenzen Sulzers und liefert zahlreiche neue Informationen zu zentralen Themenfeldern der europäischen Aufklärung, zur Genese von Sulzers und Bodmers Schriften, zu ihrem Netzwerk, insbesondere in Preußen und in der Schweiz, sowie zu Aspekten ihres Privatlebens. Damit erweist sich dieser Briefwechsel als eine unumgängliche Quelle, will man die Formierung des literarischen und akademischen Feldes in der Epoche der Aufklärung untersuchen.

Diese Publikation ist aus dem Projekt Edition der Gesammelten Schriften Johann Georg Sulzers entstanden.

Berichte zur Wissenschaftsgeschichte

Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, 43/2 (June 2020) (Special Issue: Towards a History of Excerpting in Modernity), hg. von Elisabeth Décultot, Fabian Krämer und Helmut Zedelmaier, S. 163-306 (https://onlinelibrary.wiley.com/toc/15222365/2020/43/2   ).

Table of Contents

Since the early 2000s note-taking practices have been a hot topic in the history of science. The bulk of this research has focused on the study of nature in the early modern period. The special issue of Berichte zur Wissenschafts-geschichte / History of Science and Humanities builds on this scholarship but broadens the perspective in at least two fundamental ways: (1) by integrating the discussion of early modern and modern practices of excerpting and (2) by including the humanities, social sciences and arts in the analysis. Thus it brings two questions to the fore that have not been discussed extensively, namely the extent to which we are to consider excerpting an early modern scholarly practice and how excerpting practices and their material substrates in the sciences relate to those in other academic and artistic fields.

This publication is part of the project Exzerpieren, Zitieren, Plagiieren. Schriftkultur, Wissenspraktiken und Autorschaft von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart/Excerpting, Citing, Plagiarizing. Written Culture, Academic Practices & Authorship in the Early Modern Period

Weltensammeln

Weltensammeln

Weltensammeln
Johann Reinhold Forster und Georg Forster

Herausgegeben von Elisabeth Décultot, Jana Kittelmann, Andrea Thiele und Ingo Uhlig

Reihe: Das achtzehnte Jahrhundert - Supplementa; Bd. 27

Wallstein Verlag 2020

Inhaltsverzeichnis

Cover

Weltumsegler, im Feld forschende Naturhistoriker und Ethnologen, Gelehrte - Johann Reinhold (1729-1798) und sein Sohn Georg Forster (1754-1794) trugen grundlegend zur Erschließung außereuropäischer Welten bei. Durch Sammeln, Ordnen, Zeigen, Zeichnen, Transportieren und  Präparieren sowie durch Schreiben und Übersetzen haben sie einen erheblichen Anteil an dem Prozess genommen, der die zusammen mit James Cook erkundeten Räume in Wissensgegenstände verwandelte. Insofern waren die Forsters Produzenten: Das arkadische O-Tahiti und die  Freundschaftlichen Inseln oder die düsteren Gestade - der Charlotten-Sund und die verschneite Ödnis Feuerlands - sind zum einen tatsächlich in Augenschein genommene Orte, zum anderen sind es Gegenstände und Ergebnisse von Gestaltungsprojekten.
Der vorliegende Band erschließt das Geflecht der Arbeitsfelder von Johann Reinhold und Georg Forster. In den Blick genommen werden die Materialitätsgeschichte der Aufklärung im Bereich der Sammlungs- und Objektpraxis sowie die sammlungsrelevanten Infrastrukturen und Institutionen des aufgeklärten Wissens.

Buchbesprechung Neue Zürcher Zeitung   

Sulzer Band 7

Sulzer Band 7

Band 7 der Gesammelten Schriften J.G. Sulzers
Dichtung und Literaturkritik

Johann Georg Sulzer: Gesammelte Schriften. Kom­mentierte Ausgabe, hg. von Hans Adler und Elisabeth Décultot, 10 Bde., Schwabe Verlag, Basel. Schon erschienen: Bd. I: Kurzer Begriff aller Wissen­schaften. Erste (1745) und zweite (1759) Auflage, hg. von H. Adler, mit einem Beitrag zu „Leben und Werk J. G. Sulzers“ von E. Décultot, 2014, 244 S.; Bd. 7: Dichtung und Literaturkritik, hg. von Annika Hildebrandt und Steffen Martus, 2020, 507 S.).

Inhaltsverzeichnis

Cover

Hauptherausgeber der zehnbändigen Edition der Gesammelten Schriften von Johann Georg Sulzer (Schwabe Verlag, Basel) sind Elisabeth Décultot und Hans Adler. Im Frühling 2020 erschien der von Annika Hildebrandt und Steffen Martus herausgegebene Band zu Sulzers „Dichtung und Literaturkritik“. Diese Publikation bietet erstmals eine philologisch zuverlässige Präsentation sowie eine detaillierte Kommentierung und Kontextualisierung von Sulzers Beiträgen zur Dichtung und Literaturkritik der Aufklärungsepoche.

Johann Georg Sulzer - Aufklärung im Umbruch

Johann Georg Sulzer - Aufklärung im Umbruch

Johann Georg Sulzer – Aufklärung im Umbruch

Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung, Bd. 60

Hrsg. v. Elisabeth  Décultot, Philipp Kampa und Jana Kittelmann unter Mitarbeit von Aleksandra Ambrozy.

De Gruyter Berlin/Boston 2018

Inhaltsverzeichnis

Johann Georg Sulzer (1720-1779) hat nicht nur einen zentralen Beitrag zur Kunsttheorie des 18. Jahrhunderts geliefert, sondern auch wichtige Schriften zur Psychologie, Anthropologie und Philosophie veröffentlicht. Der vorliegende Band ermöglicht Einblicke in das facettenreiche Werk eines Aufklärers, der trotz seines großen zeitgenössischen Echos bisher nur selten im Fokus der Forschung stand. Der vorliegende Band vereinigt die Beiträge des Internationalen Workshops zu J. G. Sulzers Werk und Wirken, der am 30. Juni und 1. Juli 2016 am  Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung (IZEA, Halle) stattfand.

Poetik und Politik des Geschichtsdiskurses

Poetik und Politik des Geschichtsdiskurses

Poetik und Politik des Geschichtsdiskurses. Deutschland und Frankreich im langen 19. Jahrhundert
Poétique et politique du discours historique en Allemagne et en France (1789–1914)

hg. von Elisabeth Décultot, Daniel Fulda, Christian Helmreich

Universitätsverlag Winter 2018

Inhaltsverzeichnis

Das lange 19. Jahrhundert zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg gilt als Zeitalter der Geschichte und des Nationalismus gleichermaßen. Sowohl die Geschichtswissenschaft als auch Literatur und Künste in den Blick nehmend, fragen die Beiträge des Bandes nach den Poetiken des Geschichtsdiskurses, die Instrument, Träger oder Voraussetzung der nationalen Perspektivierung waren. Wie korrelierten die Poetiken des Geschichtsdiskurses mit den Rhetoriken der Nation und ihren politischen Implikationen?

Untersucht werden deutschsprachige und französische Beispiele von Büchner bis Zola, von Michelet bis Karl May: In welchem Maße ähneln sich die Poetiken von Geschichte und Nation auf beiden Seiten des Rheins, obwohl sich Deutsche und Franzosen meist als Feinde wahrnahmen? Zwei Beiträge über die damalige bzw. die zeitgenössische Geschichtsphilosophie (Nietzsche und Hayden White) runden den Band ab.

Cover-Exzerpt Band

Cover-Exzerpt Band

Exzerpt, Plagiat, Archiv. Untersuchungen zur neuzeitlichen Schriftkultur

hg. von Elisabeth Décultot und Helmut Zedelmaier, Exzerpt, Plagiat, Archiv. Untersuchungen zur neuzeitlichen Schriftkultur, Halle an der Saale, Mitteldeutscher Verlag, 2017, 86 S., (Kleine Schriften des IZEA, 8/2017), ISBN 978-3-95462-890-2.

Inhaltsverzeichnis

Wer liest, holt aus dem Gelesenen gelegentlich etwas heraus, um es weiterzuverarbeiten. „Exzerpieren“ bezeichnet diese Tätigkeit, „Exzerpt“ deren Produkt. Welche Geschichte hat das Exzerpieren? Welche Rolle spielt in dieser Geschichte das Plagiat, welche das Archiv? Die drei Beiträge dieses Bandes untersuchen den Wandel, dem Textproduktionen und musikalische Kompositionen zwischen Früher Neuzeit und Moderne unterworfen waren, aus soziologischer, musikwissenschaftlicher und archivhistorischer Sicht. Eine Einführung stellt die Untersuchungen in den Zusammenhang neuerer Forschungen zur Praxeologie und Materialität von Literatur, Wissen und Wissenschaft.

Winckelmann. Moderne Antike

Winckelmann. Moderne Antike

Winckelmann. Moderne Antike

Hg. E. Décultot, M. Dönike, W. Holler, C. Keller, T. Valk. B. Werche

Hirmer Verlag 2017

Begründer der Archäologie, Wegbereiter der modernen Kunstgeschichte, Vordenker des deutschen Klassizismus, Virtuose der Kunstbeschreibung – Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) hat die europäische Kulturgeschichte auf geradezu einzigartige Weise geprägt. Sein epochemachendes Werk, in dem Antike und Moderne einander begegnen, wird anlässlich seines 300. Geburtstages neu beleuchtet. Anhand zahlreicher Exponate aus deutschen und ausländischen Sammlungen vergegenwärtigt der Katalog zur Weimarer Ausstellung „Winckelmann. Moderne Antike“, die von der Humboldt-Professur für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar organisiert wird, den Werdegang des Gelehrten sowie seine bis in die Gegenwart anhaltende Wirkung.

Sattelzeit

Sattelzeit

Sattelzeit

Historiographiegeschichtliche Revisionen

Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung, Band 52,

hg. von Elisabeth Décultot und Daniel Fulda, De Gruyter, 2016, 306 S., ISBN 978-3-11-044968-6

Inhaltsverzeichnis

Wie änderte sich der Geschichtsdiskurs zwischen 1750 und 1850, in der von Koselleck so genannten Sattelzeit? Welche Rolle spielten, neben der vieldis-kutierten Verwissenschaftlichung, das Vergnügen an Geschichte, politische Wirkabsichten, die Orientierung auf ästhetische Eindrücklichkeit oder hypothetische Geschichtsentwürfe? Wurde das alte Konzept der historia magistra vitae tatsächlich verabschiedet oder lebte es in neuer Funktion fort?

Aufklärung Winckelmann

Aufklärung Winckelmann

Aufklärung

Interdisziplinäres Jahrbuch zur Erforschung des 18. Jahrhunderts und seiner Wirkungsgeschichte, Bd. 27, Jg. 2015 [Thema : Winckelmann],

hg. von Elisabeth Décultot und Friedrich Vollhardt, Hamburg, Felix Meiner Verlag, 242 S.

Inhaltsverzeichnis


Ziel des vorliegenden Bandes ist es, einige Schlaglichter auf Winckelmanns epistemologische Position in den wissenschaftlichen Feldern seiner Zeit sowie seine Verbindung mit früheren und späteren Wissensmodellen zu werfen. Dabei spielt der Beitrag Winckelmanns zur Anthropologie, Ethnologie, Mythologie oder Mythen-Forschung und philosophischen Ästhetik seit der Aufklärung eine zentrale Rolle.

Johann Georg Sulzer
Gesammelte Schriften

Kommentierte Ausgabe,

hg. von Hans Adler und Elisabeth Décultot. Bd. 1: Kurzer Begriff aller Wissenschaften. Erste (1745) und zweite (1759) Auflage, hg. von Hans Adler, mit einem Beitrag zu Leben und Werk J.G. Sulzers von E. Décultot, Basel, Schwabe Verlag, 2014, 244 S., ISBN 978-3-7965-3217-7

Inhaltsverzeichnis

Die Edition der Gesammelten Schriften Johann Georg Sulzers präsentiert sein Werk in philologisch zuverlässiger Form und mit fachkundiger Einleitung und Kommentierung. Die Ausgabe ist vom Bestreben geleitet, Johann Georg Sulzer (1720–1779) den ihm angemessenen Platz in der Aufklärung einzuräumen. Der Schweizer Aufklärer war lange als Pädagoge tätig und von 1750 bis zu seinem Tod führendes Mitglied der Académie Royale in Berlin. Die Perspektive, aus der heraus Sulzer bisher wahrgenommen wurde, gestattete es nicht, seiner Rolle als Aufklärer, der die Grenzen der Aufklärung als anthropologisches Faktum aufklärungskonstitutiv mitreflektierte, gerecht zu werden. Mit der Rekonstruktion seines Denkens im Kontext von Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, Philosophie, Erkenntnistheorie, Psychologie, Ästhetik und Pädagogik soll diese Edition zu einem differenzierteren Aufklärungsverständnis beitragen. Sulzers Schriften sind ein bisher zu wenig wahrgenommener wichtiger Beitrag zur Erschließung einer verschütteten, jetzt wieder aktuell gewordenen Dimension der Aufklärung. Sulzer ist ein herausragendes Beispiel der Dialektik von Affirmation und Subversion in der Aufklärung. Darüber hinaus dokumentieren seine Schriften die grenzüberschreitende Wirkung aufklärerischen Denkens und Handelns und sind damit Teil des lebhaften europäischen Dialogs im 18. Jahrhundert.

Genuss bei Rousseau

hg. von Helmut Pfeiffer, E. Décultot und Vanessa de Senarclens, Würzburg, Königshausen & Neumann, 2014, 289 S., ISBN 978-3-8260-5497-6

Inhaltsverzeichnis

Ah sans doute vivre est une douce chose.“ „Ach gewiss, das Leben ist eine süße Sache“ – dieses Lebensgefühl durchzieht sowohl Rousseaus zivilisationskritische, politische und pädagogische Texte als auch seine autobiografischen Schriften. Im 18. Jahrhundert ist der Diskurs über die Genüsse von Fragen geprägt, die eng mit der Anthropologie und der Ästhetik der Aufklärung verbunden sind. Wie kein anderer hat Rousseau die Vielfalt potentieller Genussobjekte und Genussqualitäten beschrieben, die Intensität der Sinneseindrücke, die Macht der unsichtbaren Seelenregungen, das Vergnügen, das uns durch die körperliche Bewegung in der Natur bereitet wird. Obwohl er sich für die elementaren Wurzeln des Genusses in der menschlichen Natur interessiert, unterstreicht er gleichzeitig, insbesondere in der ästhetischen Sphäre, die Gefahren des Selbstverlusts. In der Wahrnehmungs- und Begriffsgeschichte des Genusses spielt Rousseau eine prominente Rolle, die der vorliegende Band zu beleuchten sucht.

Herder und die Künste

Ästhetik, Kunsttheorie, Kunstgeschichte,

hg. von Elisabeth Décultot und Gerhard Lauer, Heidelberg, Carl Winter Verlag, 2013, 325 S., ISBN 978-3-8253-6132-7

Inhaltsverzeichnis

Johann Gottfried Herder spielt eine zentrale Rolle für die Entstehung der Ästhetik und der Kunstgeschichte, die beide zu den grundlegenden geistesgeschichtlichen Neuerungen des 18. Jahrhunderts gehören. Er war nicht nur ein aufmerksamer Leser und Kritiker der wichtigsten Autoren, die sich mit dieser Materie befassten, wie etwa Winckelmann, Lessing oder Baumgarten, sondern hat selbst grundlegende und umfassende Beiträge geschrieben, die immer wieder aufs Neue die Möglichkeiten und Grenzen der Kunst, der Kunstwahrnehmung und der Kunsttheorie ausloten. Der hier vorgelegte Band leuchtet vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Kunstdiskussionen die vielen Facetten der Auseinandersetzung Herders mit der entstehenden Ästhetik und Kunstgeschichte aus, beginnend mit seinen Schriften Kritische Wälder und Plastik aus den 1760er und 1770er Jahren bis hin zu seinen späteren Werken.

Kunst und Empfindung

Zur Genealogie einer kunsttheoretischen Fragestellung in Deutschland und Frankreich im 18. Jahrhundert,

hg. von Elisabeth Décultot und Gerhard Lauer, Heidelberg, Carl Winter Verlag, 2012, 184 S., ISBN 978-3-8253-5890-7

Inhaltsverzeichnis

Wie funktioniert das Empfindungsvermögen? Welche Rolle spielt die Kunst in der Entwicklung dieses Vermögens und in der Erziehung des Menschen überhaupt? Ziel des vorliegenden Bandes ist es, zu untersuchen, wie deutsche und französische Autoren des 18. Jahrhunderts diese Fragen zu beantworten versucht haben. Die Denker der Aufklärung (von Wolff bis Kant, über Bodmer, Breitinger, Baumgarten, Sulzer, Moritz und viele andere) hatten in dem Moment, wo sie die Ästhetik „erfanden“, eine neue Darstellung des Menschen umrissen, in der das Empfindungsvermögen eine zentrale Rolle spielen sollte. Von einer animalischen Kraft, die Mensch und Tier gemein ist, entwickelt sich das Empfindungsvermögen hin zu einer rein menschlichen Fähigkeit, ja wird zum Schlüssel des Verständnisses des „ganzen Menschen“. Diese Entwicklung wurde im 18. Jahrhundert von französischen und deutschen Autoren vorbereitet. Der vorliegende Band beleuchtet dieses Ineinander der französischen und deutschen Auffassungen einer neuen Vorstellung des Menschen und seiner Kunst.

Veranstaltungsarchiv

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