Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hinweise für Anmeldung von Seminaren.doc (21,5 KB)  vom 05.04.2012

Hinweise für Seminararbeiten
Hinweise für Seminararbeiten Halle.pdf (161,5 KB)  vom 18.12.2014

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Prof. Dr. Daniel Fulda
Germanistisches Institut

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SoSe 2020

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SoSe 2020

(V) Die Bilder der Aufklärung

Mo. 12–14 Uhr in LuWu 2, HS IV

  • Modul B.A./LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart]
  • Modul B.A./LA: Literaturgeschichte 19. Jh. bis zur Gegenwart (alte Ordn.)
  • Modul B.A./LA: Literaturgeschichte 17. bis 19. Jahrhundert (alte Ordn.) / Themen, Stoffe, Motive
  • Modul LA: Wahlpflicht-Modul I / Wahlpflicht-Modul II
  • Modul MA/LA: Literaturgeschichte (Vertiefungsmodul) / Themen, Stoffe, Motive (Vertiefungsmodul) /Schlüsselthemen der Sprach- und Lit.wiss.
  • Modul MA: Kulturelle Diskurse / Literaturgeschichte / Literatur und Ästhetik II / Wissenskommunikation / Wissen und Wissenstransfer)

Die Aufklärung gilt mit einigem Recht als Epoche eines besonders großen Vertrauens in die Macht des Wortes. Um für ihre Anliegen und Versprechen zu werben, war jedoch eine Metaphorik besonders beliebt, die auf verbesserte Sichtbarkeit durch Enthüllung oder die Verbreitung von Licht abhebt. Auch der Epochenbegriff bezieht sich auf ‚mehr Licht‘, bewirkt durch das Sich-verziehen von Wolken, die die Sonne verdeckt hatten, denn ‚Aufklärung‘ bezeichnet ursprünglich ein Wetterphänomen. Auf die visuelle Erzeugung von Erkenntnis zielt ebenso die Erstellung von Überblicken, die das enorm angewachsene Wissen beherrschbar machen sollten. All dies erweist die Bewegung und die Epoche der Aufklärung – entgegen der üblichen Ansicht sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit – als produktiv auf das Auge und die Bilder bezogen. Unserer Zeit, die man als ‚Wiederkehr der Bilder‘ (insbesondere in den ‚Neuen Medien‘) charakterisiert hat, steht sie damit näher als vermutet.

Den recht unterschiedlichen Bildern, die Aufklärung vorantreiben sollten und in denen sie sich entworfen hat, wird die Vorlesung nachgehen. Als ersten Überblick vgl. Carsten Zelle: Was ist und was war Aufklärung? In: Herbert Beck, Peter C. Bol, Maraike Bückling (Hrsg.): Mehr Licht. Europa um 1770. Die bildende Kunst der Aufklärung. München 1999, S. 449–459.

(K) Forschungskolloquium Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Mo. 16–18, SR 19, LuWu 2

Module:

  • Forsch.koll. Lit.wiss. 17.-19. Jh. (MA)

Wissenschaft lebt von neuen Entdeckungen, neuen Sichtweisen, auch neuen Akteuren. Was neu und interessant ist, wollen wir sowohl mit Blick auf aktuelle Tendenzen in der (Neueren deutschen Literatur-) Wissenschaft als auch mittels einiger Vorträge von Kolloquiums­teil­nehmern (und Gästen) über ihre laufenden Forschungs- oder Abschlussarbeiten diskutieren. Vorschläge für gemeinsame Lektüren sind willkommen. Ein Thema soll die Abhängigkeit literaturhistorischen Erinnerns in der Öffentlichkeit von ‚runden‘ Jubiläen sein (z.B. mit dem 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins in diesem Jahr). Dringend empfohlen ist die Teilnahme den Studenten, die in nächster Zeit bei mir Examen machen möchten.

(S) Die DDR in der Gegenwartsliteratur

Do., 12-14, LuWu2, SR 20

  • Modul BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] / Literaturgeschichte. 19. Jhd. bis zur Gegenwart (alte Ordn.) / Themen, Stoffe, Motive
  • Modul LA: Wahlpflicht-Modul I / Wahlpflicht-Modul II
  • Modul MA/LA: / Literaturgeschichte (Vertiefungsmodul) / Themen, Stoffe, Motive (Vertiefungsmodul) / Schlüsselthemen der Sprach- und Literaturwiss.
  • Modul MA: Literaturgeschichte /Themen, Stoffe, Motive)

Die DDR ist wieder Thema. ‚Wie es damals war‘ und wie sich heute davon erzählen lässt, ist derzeit eine Frage von Brisanz – in Familien, in der Öffentlichkeit, in der Politik und auch in der Literatur. Der zunehmende zeitliche Abstand zu ihrem Untergang 1989/90 schlägt sich in der Literatur in einer Tendenz zur Einbettung der DDR-Verhältnisse in langfristige historische Prozesse und Dispositionen nieder, soll heißen: Die DDR-Zeit wird einerseits an die NS-Zeit, andererseits an das vereinigte Deutschland angebunden; Kontinuitäten werden aufgezeigt. Dementsprechend haben Romanformen wie die Familien- oder Generationenerzählung Hochkonjunktur. Im Seminar sollen gleichwohl unterschiedliche Erzähl- und Zugangsweisen erkundet werden. Drei Romane und ein Essay werden in gemeinsamen Diskussionen erarbeitet: Christoph Hein: Landnahme, 2004; Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts, 2011; Ingo Schulze: Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst, 2017; Ines Geipel: Umkämpfte Zone. Mein Bruder, Osten und der Hass, 2019. Diese Texte sind vor Seminarbeginn zu lesen; in der ersten Sitzung findet ein kleiner Lektüretest statt. Weitere Texte werden in kleinen Gruppen erarbeitet und in 20-minütigen Referaten vorgestellt. Titelvorschläge dafür sind willkommen!

Eine Gesamtdarstellung der jüngsten literarischen Auseinandersetzungen mit der DDR gibt es noch nicht. Eine fulminante Darstellung des ersten Nachwende-Jahrzehnts gibt Arne Born: Literaturgeschichte der deutschen Einheit 1989–2000. Fremdheit zwischen Ost und West. Hannover 2019.

(S) Orte der Literatur. Autoren aus/in Mitteldeutschland (mit Exkursion)

Fr. 10-12, LuWu2, HS V

  • Modul BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] / Literaturgeschichte.
  • 17. -19. Jahrhundert (alte Ordn.) / Literaturtheorie / Literatur- und Gattungstheorie
  • Modul LA: Wahlpflicht-Modul I / Wahlpflicht-Modul II
  • Modul MA/LA: / Literaturgeschichte (Vertiefungsmodul) / Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik (Vertiefungsmodul)
  • Modul MA: Literaturgeschichte / Literatur und Ästhetik II / Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik

Das Kraftzentrum der deutschen Literatur liegt im 18. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Hier leben und schreiben die meisten wichtigen Autoren, sei es in der bürgerlichen Universitätsstadt Leipzig, in der Musenhofstadt Weimar oder in kleineren Orten wie Gleims Halberstadt. Das Seminar geht den Gründen für diese Kulmination literarischer Produktivität gerade in unserer Region nach und führt damit zugleich in eine Epoche enormen kulturellen Aufschwungs ein. In ganztägigen Exkursionen (jeweils freitags, voraussichtlich am 5. Juni und 10. Juli) wollen wir zwei solche ‚Orte der Literatur‘ bereisen: Halberstadt und Weimar. Die Teilnahme an den Exkursionen ist obligatorisch, die Anzahl der Seminarsitzungen in Halle entsprechend reduziert. Teilnahmescheine können durch Übernahme eines Kurzreferats erworben werden, das möglichst ‚vor Ort‘ gehalten werden soll. Zur ersten Information vgl. Günter Mühlpfordt: Mitteldeutsche Aufklärung. Eine Reformbewegung der Frühmoderne. (Zu Mitteldeutschlands Schlüsselrolle in der Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit). In: Zur Kultur- und Sozialgeschichte Sachsen-Anhalts. Hrsg. vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt. Halle 1995, S. 50–72.

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