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Fulda_Publikationen Mai 2026.pdf (441.3 KB)  vom 12.05.2026

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programm_enlightenment-3.pdf (649.1 KB)  vom 30.03.2026


plakat_enlightenment.pdf (1.2 MB)  vom 30.03.2026


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Aufklärung als soziale Imagination

Aufklärung als soziale Imagination


Aufklärung als soziale Imagination.

Theorieskizze und interdisziplinäre Studien.

Hrsg. von Daniel Fulda, Adriana Markantonatos und Samuel Strehle. Paderborn: Fink 2026 (Laboratorium Aufklärung. 41).
Open access: BRILL   

Was stellen wir uns vor, wenn wir von Aufklärung sprechen, und welche konkreten Vorstellungsbilder verbinden wir damit? Aufklärung ist ein historisches Phänomen und zugleich eine bis heute wirkmächtige soziale Imagination. Um ihre Attraktivität zu verstehen, richtet dieser Band den Blick auf die kollektiv geteilten Vorstellungsbilder der Aufklärung. Er untersucht, mit welchen Mitteln sie erzeugt wurden und werden, wie sie kulturelle Orientierung stiften und wie sie gemeinsame Handlungs- und Denkräume eröffnen. Die Beiträge aus Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Soziologie beziehen sich sowohl auf die Formationsphase der Aufklärung im 18. Jahrhundert als auch auf ausgewählte Stationen ihrer Wirkungsgeschichte. Aufklärung als soziale Imagination zu analysieren, ermöglicht neue Erkenntnisse über ihre Entstehung und ihren Durchsetzungserfolg, aber auch über die ästhetischen Qualitäten und Dynamiken der beteiligten Bilder und Texte, Medien und Praktiken.


Daniel Fulda: Hofmann oder Vorkämpfer der philosophes? Deutsche Voltaire-Bildnisse und -Imaginationen im Zeitalter der Aufklärung.

Stuttgart, Leipzig: Hirzel 2026 (Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Phil.-hist. Kl., Band 87, Heft 1).

Kein anderer Autor verkörpert die Aufklärung so idealtypisch wie Voltaire, und dies keineswegs nur in Frankreich, sondern in ganz Europa. Sein Ruhm wurde schon im 18. Jahrhundert nicht allein von Texten getragen, sondern ebenso von Bildern, seien es Porträts, kleine Szenen, Karikaturen oder Allegorien, gedruckt, gemalt oder in Wachs, von Porzellanstatuetten und Marmorbüsten über Schattenrisse und Uhrenschmuck bis zu Bühnenarrangements und Kirchenfresken. Wie diese Bildnisse mit an dem Vorstellungsbild formten, das sich das deutsche Publikum von Voltaire machte, wird in Daniel Fuldas Studie erstmals systematisch untersucht. Dabei erweist sich Voltaire als zumal an den deutschen Höfen hochverehrter Autor, der als Teilhaber an aristokratischer Soziabilität und Kultur wahrgenommen wurde. Analysiert werden einerseits die motivischen Entwicklungslinien, die Bedeutung der Formgebung, die spezifischen Produktions- und Distributionsweisen der jeweiligen Gattungen und Medien sowie Kosten und Publika. Andererseits wird nach den Bedeutungszuschreibungen an das Bildmaterial gefragt, expliziten wie performativen, in Bezug sowohl auf Voltaire als auch auf die Anliegen der Aufklärung generell.

Weimar Gedächtnisort und Ort der Gedächtnisapolitik

Weimar Gedächtnisort und Ort der Gedächtnisapolitik


Weimar – Gedächtnisort und Ort der Gedächtnispolitik

Hrsg. von Elisabeth Décultot und Daniel Fulda. Berlin, Boston: de Gruyter 2026 (Klassik und Moderne. 8). DeGruyterBrill   

Die zentrale Bedeutung, die Weimar für das deutsche Selbstbild hat, leitet sich nicht allein davon ab, was sich dort ereignet hat, sei es um 1800 eine literarische ‚Klassik‘, die den Deutschen endlich Anschluss an die – in Weimar zugleich ausgerufene – „Weltliteratur“ verschaffte, sei es 1919 die Verabschiedung der ersten republikanischen Verfassung oder ab 1937 das KZ Buchenwald, um nur einen Teil des widersprüchlich vielgestaltigen Erbes der Stadt zu nennen. Ein Gedächtnisort ist weit mehr als ein Schauplatz, denn er umfasst ebenso die Vorstellungen, die sich eine Gesellschaft von ihrer Geschichte macht. Wie diese Vorstellungen ausfallen, richtet sich aber nach den jeweils gegenwärtigen Ansichten und Interessen. Denn die Erinnerung an Gewesenes soll dazu dienen, Maßstäbe für das Handeln zu gewinnen, das die eigene Zukunft gestaltet.
Der Band zeigt auf, wie Weimar als Gedächtnisort funktioniert, vor allem in der Gegenwart, aber auch historisch. Ist der Gedächtnisort Weimar das Produkt gezielter ‚Gedächtnispolitiken‘? Welche Akteure mit welchen Leitgedanken waren und sind daran beteiligt? Für welches Publikum? Welche Schichten des Gedächtnisortes Weimar wurden und werden jeweils herausgestellt und ‚aktuell‘ gemacht? Welche nicht?

Poesie & Herrschaft

Poesie & Herrschaft


Poesie &Herrschaft

Literaten und Literatur in Dessau-Wörlitz und anderen Residenzen der Aufklärungszeit

Christian Eger/ Daniel Fulda (Hrsg.)
mitteldeutscher verlag   , 2025

Wie nützlich soll und kann Literatur sein?

Heute wird wieder verstärkt darüber gestritten, ob Literatur und Kunst unabhängig von allen gesellschaftlichen Anforderungen sein oder sich in den Dienst einer Moral oder politischer Interessen stellen sollen. Die Aufklärer des 18. Jahrhunderts priesen den Fürsten Franz von Anhalt-Dessau dafür, dass er Literaten in seinen Dienst zog, um zur Kultivierung und Verschönerung seines Landes beizutragen. In der Literatur suchte Fürst Franz Anregungen für eine mustergültige Herrschaft. Berühmte Autoren wie Winckelmann und Basedow, Gellert, Lavater und Goethe gewann er für seine Projekte. Welche politischen, kulturellen und literarischen Effekte aber hatten die Begegnungen zwischen dem Fürsten und den Autoren? Der soeben erschienene, von Christian Eger und Daniel Fulda herausgegebene Band Poesie & Herrschaft. Literaten und Literatur in Dessau-Wörlitz und anderen Residenzen der Aufklärungszeit diskutiert dies im Vergleich mit benachbarten Residenzen wie Weimar und Bernburg sowie im Kontrast mit der wenig später von den Klassikern Goethe und Schiller ausgerufenen Kunstautonomie.

Materialität und Materialismus

Materialität und Materialismus


Materialität und Materialismus

Klassiker als Produkt von Buchgestaltung, Diskurs und Ökonomie

Sebastian Böhmer, Daniel Fulda, Marcel Lepper (Hrsg.)
Wallstein Verlag   , 2025

Der »Klassiker« – eine literarische Wertbehauptung, plausibilisiert durch materielle Wertigkeit und ökonomische Wertschöpfung

»Klassiker« sind das Produkt eines charakteristischen Umgangs mit literarischen Texten, und zwar als Ware, als gedrucktes Buch und sogar schon als Handschrift. Um zu verstehen, warum es Klassiker gibt und wer sie dazu macht, muss man auf die Verleger schauen, auf Schriftschneider und Illustratoren sowie auf den Resonanzraum ihrer Gestaltungsentscheidungen: den Markt und die Öffentlichkeit.

Im deutschen Sprachraum setzt das Verlangen nach eigenen Klassikern um 1750 ein, befeuert durch Vergleiche mit fremdsprachigen, zumal französischen Vorbildern. Um die seitherige Klassikerproduktion und ihre immer neuen Schübe und Wandlungen zu erfassen, führt der Band erstmals literatursoziologische, ökonomische, philologische, buchästhetische und materialitätstheoretische Forschungsansätze zusammen. Materialitätsfaktoren wie das Buchformat oder die Papier- und Druckqualität werden ebenso erörtert wie die diskursiven Strategien, die literarische qua materielle Hochwertigkeit behaupten oder sie ablehnen zugunsten der Erschwinglichkeit für breite Käuferschichten.

Die zwölf Beiträge des von Sebastian Böhmer, Daniel Fulda und Marcel Lepper herausgegebenen Bandes Materialität und Materialismus. Klassiker als Produkt von Buchgestaltung, Diskurs und Ökonomie gehen zurück auf eine Tagung die im Goethe-und-Schiller-Archiv in Weimar stattfand. Sie machen anschaulich, dass die Materialität von Schrift und Buch sowie ökonomische Erwägungen bis heute eine zentrale Rolle für den Erfolg von Klassikern spielen.

Triologie der Aufklärung

Triologie der Aufklärung


"Aufklärungs-Triologie" komplett

Der dritte Band ist im Herbst 2024 im Druck erschienen, dem Thema
entsprechend mit zahlreichen Abbildungen:
Die Bilder der Aufklärung   

Nach den Bänden 1 (Die Sachen der Aufklärung   ) und 2 (Die Erzählung der Aufklärung   ) liegt die ‚Aufklärungs-Trilogie‘  nun also komplett vor. Herausgeber sind Daniel Fulda (Bd. 1–3) und  Frauke Berndt (Bd. 1 und 2) sowie Elisabeth Décultot (Bd. 3).

Aufklärungs-Trilogie komplett! Dinge, Sprache und Bilder – in allen diesen drei Medien erschafft der Mensch Kultur und macht damit die Welt für sich greifbar, sei es im handgreiflichen Sinne oder im übertragenen Sinn des Verstehens. Dinge, Sprache und Bilder ermöglichen ihm, bestimmte Vorstellungen von der Welt  – wie sie ist und wie sie (nicht) sein soll – zu entwickeln und darüber in gesellschaftliche Aushandlungen zu treten. Dinge, Sprache und Bilder sind die wichtigsten Trägerformen der Kultur und bilden als solche die zentralen Untersuchungsgegenstände aller Kulturwissenschaften einschließlich der Literaturwissenschaft.

Für eine so wirkmächtige Reformbewegung wie die Aufklärung, die der modernen Welt ihren Stempel aufgedrückt hat, gilt erst recht, dass sie nur in ihren dinglichen, sprachlichen und bildlichen Repräsentationen sowie im praktischen Umgang damit produktiv werden konnte. An der Universität Halle, genauer am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung (IZEA), hat die Deutsche Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (DGEJ) daher eine den Dingen, der Sprache und den Bildern der Aufklärung gewidmete Tagungsreihe veranstaltet: im Jahr 2010 unter dem Titel Die Sachen der Aufklärung – ‚Sachen‘, weil es hier um den Doppelsinn von Sachen als ‚Dingen‘ wie als ‚Anliegen‘ oder ‚Streitfällen‘ ging –, 2015 zur Erzählenden und erzählten Aufklärung sowie 2020 über Die Bilder der Aufklärung, jeweils unterstützt durch Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In dieser Abfolge, die nicht vorweg geplant war, sondern sich nach und nach ergab, haben die drei Tagungen unterschiedliche Sinne sowie entsprechende Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten abgeschritten: zunächst die damals in der Forschung neu interessierenden Dinge und deren taktile Qualitäten, sodann die sprachlichen Argumentations-, Interpretations- und Sinngebungsmöglichkeiten der Erzählung, die gehört oder gelesen werden soll, und schließlich die Bilder, die Anschauung ermöglichen.

Für unsere Vorstellung von der Aufklärung haben die Ergebnisse der drei Tagungen weitreichende Konsequenzen, denn sie weisen die sinnliche Konkretion dieser immer noch zu oft mit abstraktem Denken assoziierten Reformbewegung auf. In unserer Gegenwart scheint dies desto dringender nötig, je polarisierter der gesellschaftliche Streit um die Aufklärung geführt wird. Während ihre Anhänger die Aufklärung ebenso auf Schlagworte zu reduzieren neigen wie ihre Kritiker, stellt sie sich im Blick auf ihre Sachen, Erzählungen und Bilder als eine höchst komplexe und reichhaltige kulturelle Praxis dar.

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